Mit dem Erdgas-Citigo von Skoda auf der Überholspur

Gewinner Lars Asch berichtet über seine Erfahrungen

Mit dem Erdgas-Citigo von Skoda auf der Überholspur
Lars Asch mit dem Skoda Citigo G-Tec © privat

Als erster Sieger des Gewinnspiels von Skoda und Autogazette.de hat Lars Asch den Erdgas-Citigo getestet. Der Informatiker entpuppte sich dabei als Spezialist beim Thema Erdgas.

Lars Asch ist schon ein alter Hase – jedenfalls beim Thema Erdgas. Seit zehn Jahren fährt der Informatiker täglich rund 100 Kilometer vom heimischen Odenthal im Bergischen Land mit einem Fiat Punto mit bivalenten Antrieb zu seinem Arbeitgeber Tank und Rast. "Verglichen mit anderen Kraftstoffen ist Erdgas deutlich der günstigste", sagt Asch im Gespräch mit der Autogazette.

Unveränderte Karosseriestruktur des Skoda Citigo G-Tec

Somit hätte den SAP-Spezialisten, der beim Gewinnspiel von Skoda und Autogazette einen Citigo G-Tec für eine Testfahrt gewonnen hatte, eigentlich gar nichts mehr überraschen können. Doch weit gefehlt: "Es stecken zehn Jahre mehr Erfahrung bei der Fahrzeugentwicklung drin", so Asch, "das ist eine ganz andere Nummer."

So läuft der Erdgas-Citigo im Gegensatz zum Erdgas-Punto im monovalenten Betrieb, sprich: beim Starten wird gleich auf Erdgas zurückgegriffen anstatt wie bei den bivalenten Antrieben, die zunächst über Benzin starten. Und auch die Karosseriestruktur hat sich verändert. Während im Punto der Erdgastank den Kofferraum stark ausfüllt, befindet sich beim Citigo der Tank unterhalb des Gepäckabteils. "Der Punto war halt nicht speziell für den Erdgasantrieb entwickelt, sondern wurde quasi vom Werk ausgerüstet, beim Citigo wurde der Erdgasantrieb von Beginn an für die Karosseriestruktur berücksichtigt", sagt der 48-Jährige.

Skoda Citigo G-Tec auch zum Überholen geeignet

Durch den monovalenten Antrieb kommt sogar die Stopp-Start-Funktion im Citigo G-Tec zum Einsatz, die beim bivalenten Antrieb völlig fehl am Platze wäre, da dann der Benziner wieder den Startvorgang übernehmen und die vermeintliche Kostenminimierung pulverisieren würde. "Man benötigt den monovalenten Antrieb, sonst macht Stopp-Start keinen Sinn", sagt Asch.

Und auch die gegenüber dem Punto stärkere PS-Leistung von 68 PS gegenüber 55 PS machte sich positiv bemerkbar. "Jetzt können wir auch mal überholen", freut sich Frau Asch. Und für den Gatten reicht die Leistung allemal aus, da auf seiner Pendlerstrecke eine Spitzengeschwindigkeit von höchstens 120 km/h erlaubt ist. "Die Motorleistung ist absolut top, der Citigo zieht richtig gut."

Erdgasfahrer rechnen im Voraus

Der Skoda Citigo G-Tec
Dank günstiger Kosten lohnt sich der Ausflug mit dem Skoda Citigo G-Tec privat

Und auch beim Tanken hat Lars Asch keine Probleme – aber das ist auch kein Wunder nach zehn Jahren Erfahrung. Doch setzt der Vater von drei Kindern die Ansprüche beim Tanken auch höher. "Ich tanke vorwiegend an Bio-Tankstellen Erdgas aus Abfallstoffen, aber nur mit korrekter Abfallbehandlung, also kein Mais. Das ist ökologischer Unfug."

In dieser Richtung möchte der Familienvater seinen drei Kindern, von denen eine gerade ihren Führerschein macht, ein Vorbild sein. Denn auf diese Art und Weise liegt ein Erdgasfahrzeug bei den CO2-Werten auch noch vor Elektroautos, die zwar selber kein CO2 ausstoßen, bei denen aber bei der Stromerzeugung CO2 anfällt. Zudem bereiten die gestiegenen Anforderungen Asch keine Probleme. "Durch die einschlägigen Portale im Internet kann man Bio-Gas super leicht finden. Und als Pendler kann ich dann vorausberechnen, wann ich wieder tanken muss."

Kostengünstige Fahrt im Skoda Citigo

Im Citigo wird das Berechnen erleichtert, da in dem Kleinstwagen eine eigene Gas-Anzeige vorhanden ist, während in den früheren Modellen lediglich eine kleine Anzeige mit vier oder fünf Leuchtdioden den jeweils ungefähren Stand anzeigte. Doch auch das bereitet dem erfahrenen Erdgas-Fahrer aus dem Bergischen Land keine Probleme. "Der Großraum Köln ist mit rund 20 Tankstellen für Erdgas gesegnet. Meine nächste Zapfsäule liegt fünf Kilometer entfernt."

Und dass die Preise für Erdgas in Kilogramm angegeben werden, stört den Informatiker auch nicht. "Ich habe mich vor dem Kauf eingehend mit der Materie beschäftigt und rechne mir den Preis für 100 Kilometer aus." Auf rund 4,50 Euro kommt er mit seinem Punto, mit dem Citigo ist es je nach Fahrweise ein Euro weniger. "Da zahle ich für das normale Ticket beim Kölner Verkehrs-Bund schon mehr und kann nur ein paar Stationen fahren - beim Citigo sind es 100 Kilometer."

Dank der günstigen Kosten hält Asch auch seine Familie häufiger an, doch eher das Erdgasmobil für die normalen Wege zu nehmen als den Zweitwagen, der eigentlich nur für den Pferdetransport benötigt wird, was nun der Citigo nicht leisten kann. Zunächst erhält der Familienvater Ablehnung, aber "wenn ich dann den Zettel mit dem Kostenvergleich hochhalte, wird auch die Familie schweigsam."

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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