SUVs kommen bei den Kunden an. Gerade dann, wenn es sich um kleinere Modelle handelt wie den Seat Arona.
Unter den allgemeinen Begriff „SUV“ fallen auch etwas höher gelegte Kleinwagen, allerdings sind sie allein aufgrund ihrer Länge und des oftmals fehlenden Allradantriebs eher SUVchen als ausgewachsene Sport Utility Vehicles. So wie der Seat Arona, der seit Ende 2017 erhältlich ist.
Bei den TÜV-Hauptuntersuchungen (HU) hinterlässt der Seat Arona einen guten Eindruck. Allerdings hat er zwei Schwachstellen: Die TÜV-Prüfer kritisieren den hohen Verschleiß der Bremsscheiben, die bei den Motoren mit mehr als 100 PS verbaut werden. Außerdem fallen die Lenkgelenke besonders bei den sechs- bis achtjährigen Modellen negativ auf.
Fünftürer hat Länge von 4,14 Meter
Das Design des 4,14 Meter langen Fünftürers spielt mit den maskulinen Formen eines großen SUV, verzichtet aber auf martialisches Getue. Das Platzangebot fällt recht ordentlich aus, der Fahrer freut sich über einen leicht erhöhten Sitz. Das Kofferraumvolumen liegt bei 400 Liter, legt man die Rücksitzlehnen um, passen bis zu 1.280 Liter in den Gepäckraum. Wie seine Konzernverwandten VW T-Cross und Skoda Kamiq baut der Seat Arona auf die speziell für Kleinwagen ausgelegte A0-Variante des Modularen Querbaukastens auf. Damit stehen prinzipiell für die höher gelegten Kleinwagenderivate die gleichen Technik- und Ausstattungsdetails wie für Polo, Fabia und Ibiza zur Verfügung. Wie hoch das Wohlfühlerlebnis ausfällt, hängt an der Bereitschaft der Erstkäufer in Ausstattung und Extras zu investieren.
Ende 2021 erhielt der Arona ein Facelift erkennbar etwa am modifizierten Kühlergrill. Innen wurde er unter anderem durch wertigere Materialien am Armaturenbrett sowie durch ein digitales Cockpit und größere Displays feiner gemacht. Ende 2025 nahm sich Seat den Arona erneut vor. Wieder ging es auch um den Innenraum.
Einstiegsbenziner mit 95 PS
Einstiegsbenziner ist ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbo, der in den Ausbaustufen mit 70 kW/95 PS und 85 kW/116 PS (von Ende 2020 bis Anfang 2026 81 kW/110 PS) angeboten wird. Topaggregat ist der 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbo mit 110 kW/150 PS, der wie die Dreizylinder im Durchschnitt rund 5 Litern verbraucht. Der Vierzylinder ist ab Werk mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) versehen, dieses steht beim 115-PS-Turbo alternativ zum Sechsgang-Handschalter zur Wahl. Beim kleinsten Benziner ist ein manuelles Fünfganggetriebe an Bord. Allradantrieb gibt es keinen, die Kraftübertragung erfolgt immer auf die Vorderachse. Außerdem hatte Seat zwischen 2019 und 2023 eine 66 kW/90 PS starke Erdgas-Version (TGI) auf Basis des Dreizylinder-Turbo-Benziners im Angebot. Diesel gab es ebenfalls. Ein 1,6-Liter mit 95 oder 116 PS standen zur Wahl. Der 116-PS-Selbstzünder wurde 2019, der 95-PS-Diesel 2020 ausgemustert.

Die Bezeichnung der Komfortniveaus hat sich über die Jahre geändert. Geblieben ist aber, dass Interessenten, die eine Klimaanlage und ein Infotainmentsystem schätzen, die Basisversion „Reference“ bzw. „Arona“ am besten ignorieren. Erst ab „Style“ sind diese Ausstattungsdetails serienmäßig an Bord. Wer es schicker mag, schaut nach dem Komfortniveau „Xcellence“. Hier sind u.a. 17-Zöller, Zweifarbenlackierung, Klimaautomatik und Ambientelicht an Bord. „FR“ spricht die sportiven Fahrer an. „Xperience“ bietet Offroad-Look unter anderem mit einer umlaufenden Kunststoffbeplankung. Die Ausstattung mit Assistenzsystemen hängt von der Investitionsbereitschaft der Erstkäufer ab.
Der Seat Arona zählt zu den Bestsellern der spanischen VW-Tochter. Das SUVchen punktet mit der höheren Sitzposition und – je nach Ausstattungslinie – mit einigem Komfort. Interessenten sollten jedoch vor Vertragsabschluss Lenkung und Bremsscheiben checken lassen. Nach Auswertung von mobile.de werden aktuell rund 5.000 gebrauchte Seat Arona auf dieser Plattform zum Kauf angeboten. Los geht es ab rund 8.000 Euro. (SP-X)


