Rolls-Royce: Estmals mehr als 6000 Autos abgesetzt

Hohe Nachfrage nach Spectre

Rolls-Royce: Estmals mehr als 6000 Autos abgesetzt
Rolls-Royce-Chef Torsten Müller-Ötvös freut sich über mehr als 6000 verkaufte Fahrzeuge in 2021. © Rolls-Royce

Rolls-Royce hat einen neuen Rekordabsatz erzielt. Der Luxus-Autobauer konnte im vergangenen Jahr erstmals mehr als 6000 Einheiten absetzen.

Insgesamt weist der Absatz der BMW-Tochter in 2022 6021 Fahrzeuge aus, wie Rolls-Royce am Montag mitteilte. Das ist eine Steigerung von acht Prozent zum Vorjahr. Dabei verzeichnete das Unternehmen in fast allen Regionen ein Wachstum, wobei gerade die Nachfrage in den USA, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum besonders groß war.

Größter Einzelmarkt für die Marke bleiben nach wie vor die USA, wo Rolls-Royce gerade bei jüngeren amerikanischen Unternehmern und Vermögensbesitzern beliebt sei. Auf diesen Markt entfallen rund 35 Prozent der Verkäufe. Dahinter folgt China, wobei die Marke vor allem stark in Shanghai als auch in Peking nachgefragt ist. Allerdings musste Rolls-Royce in China einen einstelligen Umsatzrückgang im Vergleich zum Rekordergebnis von 2021 hinnehmen. Der konnte indes durch Umsatzsteigerungen in anderen Regionen ausgeglichen werden. Erfolgreich lief das Geschäft in Europa: in Großbritannien und Deutschland gab es Rekordverkäufe. Beliebtestes Modell im zurückliegenden Jahr war der Cullinan. Der Ghost war das meistverkaufte Modell im asiatisch-pazifischen Raum.

Hohe Bespoke-Nachfrage

Als besonders erfreulich bezeichnete Rolls-Royce die Zunahme der so genannten Bespoke-Auftrage, also der Aufträge, bei denen sich die Kundinnen und Kunden das Fahrzeug individuell zusammengestellt haben. Bei diesen individuell konfigurierten Aufträgen lag der Preis des Fahrzeuges bei rund 500.000 Euro. Bespoke wird dabei vor allem im Nahen Osten nachfragt. Dort hat die Marke in Dubai ein Private Office im Vorjahr eröffnet, was nur auf Einladung zugänglich ist. Weitere solcher Private Offices sollen folgen, so der Luxus-Autobauer.

„Unser Geschäft steht auf einem extrem starken Fundament, und wir haben Vorbestellungen bis weit in das Jahr 2023 hinein. Und obwohl wir nicht immun sind gegen globale Herausforderungen und konjunkturellen Gegenwind, sind wir dank unserer ausgewogenen weltweiten Vertriebsstrategie vorsichtig optimistisch, dass 2023 ein starkes Jahr für Rolls-Royce werden wird“, sagte Rolls-Royce-Chef Torsten Müller-Ötvös.

Im vergangenen Jahr hat die Marke zudem mit dem Rolls-Royce Spectre sein erstes vollelektrische Modell vorgestellt. Die Vorbestellungen für den Spectre hätten die Erwartungen der Marke weit übertroffen, heißt es.

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er in einer Nachrichtenagentur volontiert. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.

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