Renault fertigt mit Thales Angriffsdrohnen

Renault fertigt mit Thales Angriffsdrohnen
Thales-Chef Patrice Caine und Renault-Chef Francois Provost auf der Rüstungsmesse Eurosatory. © Renault

Renault und Thales weiten ihre Zusammenarbeit bei der Rüstungsproduktion aus. Nach der Kooperation für das Militätfahrzeug „4 TROOP“ will man nun Angriffsdrohnen fertigen.

Der Autobauer Renault und das Rüstungsunternehmen Thales haben am Dienstag auf der Messe Eurosatory bekannt gegeben, dass man zukünftig gemeinsam eine Angriffsdrohne entwickelt und produzieren wird. Auf der Rüstungsmesse wurde von Renault-Chef François Provost und Thales-CEO Patrice Caine zugleich das Militärfahrzeug „4Troop“ präsentiert.

Wie es in einer Pressemitteilung von Renault heißt, soll die geschlossene Partnerschaft dazu beitragen, „eine widerstandsfähige und souveräne Munitionsversorgung für Frankreich sicherzustellen“. Zudem soll mit den Angriffsdrohnen den sich wandelnden Anforderungen der Streitkräfte Rechnung getragen werden. Die Drohnen-Produktion soll bereits im kommenden Jahr beginnen. Pro Monat sollen 1000 Drohnen gefertigt werden.

Renault bringt industrielle Expertise ein

Wie Provost sagte, würde die Partnerschaft zwischen Thales und der Renault Group die Stärken zweier französischer Spitzenunternehmen zur Unterstützung einer souveränen nationalen Drohnenindustrie vereinen. „Die Renault Group bringt ihre industrielle Expertise und die höchsten Standards der Automobilindustrie in das Toutatis-Projekt ein, um innerhalb verkürzter Zeiträume und zu optimierten Kosten zu entwerfen, zu industrialisieren und in großem Maßstab zu fertigen“, so der Renault-Chef.

Thales-Chef Caine bezeichnetet die Partnerschaft als wichtigen Meilenstein bei der Drohnenfertigung. Diese Partnerschaft würde den Bedürfnissen der Streitkräfte gerecht und erfüllt gleichzeitig die Anforderungen der Kriegswirtschaft“, so Caine weiter. Bei der Drohne Toutatis handelt es sich um eine Kurzstrecken-Angriffsdrohne, die vielseitig einsetzbar sei. Drohnen werden derzeit im Krieg in der Ukraine verstärkt eingesetzt. Drohnen spielen auch für die Bundeswehr eine wichtige Rolle. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat am Dienstag bei einem Truppenbesuch im niedersächsischen Friesland angekündigt, erheblich in die Drohnenabwehrbereitschaft investieren zu wollen. Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen circa 16 Milliarden Euro in diesen Bereich investiert werden, so der SPD-Politiker.

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