Bei Privatfahrten mit Firmenwagen droht Kündigung

Bei Ableugnen fristlos

Verbotene Privatfahrten mit dem Firmenfahrzeug ziehen eine Entlassung nach sich. Das Arbeitsgericht Nürnberg sah sogar eine fristlose Kündigung als gerechtfertigt an.

Arbeitnehmern droht die Kündigung, wenn sie verbotenerweise ein Firmenfahrzeug privat nutzen. Das ergibt sich aus einem Urteil des Arbeitsgerichts Nürnberg (Az.: 13 Ca 2025/09), auf das die Deutsche Anwaltauskunft in Berlin hinweist. Dem Richterspruch zufolge ist in solchen Fällen sogar eine fristlose Entlassung gerechtfertigt, wenn der Arbeitnehmer hinterher den Arbeitgeber auch anlügt und die privaten Fahrten leugnet.

Verhalten zieht Konsequenzen nach sich

In dem Fall hatte ein Beschäftigter seine Arbeitsstelle mit dem Firmen-Lkw verlassen, um etwas Privates zu erledigen. Ihm war zuvor mehrfach gesagt worden, dass solche Privatfahrten verboten seien und ein Verstoß eine Kündigung nach sich ziehe. Auf Nachfrage seines Arbeitgebers leugnete der Arbeitnehmer, mit dem Lkw gefahren zu sein. Der Arbeitgeber kündigte ihm darauf fristlos.

Das war zulässig, urteilten die Richter. Dem Mann müsse bewusst gewesen sein, dass sein Verhalten Konsequenzen haben werde. Erschwerend komme hinzu, dass er die Privatfahrt gegenüber dem Arbeitgeber geleugnet und so das Vertrauen unwiederbringlich verletzt habe. Ein derart schwerer Vertrauensbruch rechtfertige eine fristlose Kündigung ohne Abmahnung. (dpa/tmn)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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