Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der getöteten Radfahrer im Vorjahr erneut gestiegen. Insgesamt kamen 462 Radfahrer im Straßenverkehr ums Leben.
Die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Radfahrer ist in Deutschland erneut gestiegen. Wie das Statistisches Bundesamt (Destatis) mitteilt, kamen 2025 insgesamt 462 Radfahrer ums Leben. Das entspricht einem Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt sich ein langfristiger Trend fort: Seit 2015 ist die Zahl der getöteten Radfahrer um 20,6 Prozent gestiegen. Als einen wesentlichen Faktor nennt Destatis die wachsende Bedeutung von Pedelecs. Während 2015 noch 36 tödlich verunglückte Nutzer gezählt wurden, waren es 2024 bereits 195.
Auffällig ist der Gegensatz zur Gesamtentwicklung im Straßenverkehr: Zwischen 2015 und 2024 sank die Zahl der Verkehrstoten über alle Verkehrsmittel hinweg um 18,4 Prozent. Erst 2025 wurde dieser Trend mit einem leichten Anstieg von 1,8 Prozent unterbrochen.
Ältere Radfahrer besonders betroffen
Überdurchschnittlich häufig verunglücken ältere Menschen bei Radunfällen tödlich. 61,5 Prozent der getöteten Radfahrenden waren 65 Jahre oder älter. Bei Pedelec-Nutzern liegt der Anteil mit 67,3 Prozent noch höher, während er bei Fahrrädern ohne Motorunterstützung 56,3 Prozent beträgt. Bei rund zwei Dritteln (66,5 Prozent) der Fahrradunfälle mit Personenschaden war ein weiterer Verkehrsteilnehmer beteiligt. In 44.463 Fällen handelte es sich dabei um Autofahrer, was einem Anteil von knapp 70 Prozent entspricht. Die Hauptschuld lag bei gut jedem vierten Fall (28,6 %) bei den Radfahrern.
Bei Kollisionen mit Fußgängern wurde sie sogar in 58,1 Prozent der Fälle Radfahrern zugeschrieben. Bei Zusammenstößen mit Fußgängern zeigen sich zudem Unterschiede je nach Fahrradtyp: Bei Pedelec-Unfällen kamen auf 100 Unfälle mit Personenschaden im Schnitt 16 Schwerverletzte und 119 Leichtverletzte, Todesfälle gab es nicht. Bei Fahrrädern ohne Motorunterstützung wurden im Schnitt 14 schwer und 110 leicht verletzt. Kommt es zu Unfällen Fahrrädern und Fußgängern, haben letztere also ein leicht höheres Verletzungsrisiko. (SP-X)


