Hohe Bußgelder für Temposünder im Ausland

Vollstreckung in Deutschland

Hohe Bußgelder für Temposünder im Ausland
Radarfallen an der Autobahn waren häufig in Betrieb. © dpa

Autofahrer sollten sich im Ausland an das Tempolimit halten. Wer es nicht tut und in eine Radarfalle fährt, muss tief in die Geldbörse greifen. Seit Oktober 2010 können Bußgelder auch in Deutschland vollstreckt werden.

Auch im Ausland müssen die automobilen Urlaubsreisenden jetzt ruhiger fahren. Denn seit Oktober 2010 können Bußgelder auch in Deutschland vollstreckt werden. Und das kann teuer werden. Wer in Italien 20 km/h zu schnell ist, muss mit einem Bußgeld ab 160 Euro rechnen, nachts sogar mit einem Drittel mehr.

Netterweise warnen die Italiener aber mit Schildern vor den jeweiligen Geschwindigkeitskontrollen. Zusätzlich werden dort "Section Control"-Messungen durchgeführt. Dabei wird anhand der Durchschnittsgeschwindigkeit eine mögliche Tempoüberschreitung errechnet. Gleiches gilt auch für die Niederlande und Österreich. Hier werden allerdings die Temposünder gern auch mal von hinten geblitzt. Bis zu 2 180 Euro können 50 km/h zu viel in Österreich kosten. Bei unseren niederländischen Nachbarn beginnt das Bußgeld bei 115 Euro für 20 km/h zu viel.

Raffinierte Schweizer

In der Schweiz geht es den Rasern besonders raffiniert an den Geldbeutel. Hier wird, zusätzlich zur "Section Control"-Messung, aus der Leitplanke geblitzt. Mindestens 120 Euro kosten hier die 20 Über-km/h. Aber nicht nur die Schweizer nutzen die Leitplanken-Blitzer. Die Franzosen, bei denen übrigens die Blitzer-Warnschilder nach und nach abgebaut werden, nutzen ebenfalls diese Technik. Wer mit über 50 km/h zu viel erwischt wird, zahlt hier bis zu 1 500 Euro. (mid)

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