Das Rabattniveau für Elektroautos hat sich geändert – unter anderem auch wegen der staatlichen Elektroprämie: Für Stromer gibt es nun weniger Preisnachlass.
Erstmals seit einem Jahr gewähren Autohersteller für Verbrenner wieder höhere Nachlässe als für reine Elektroautos. Dadurch wächst auch der durchschnittliche Preisabstand zwischen beiden Antriebsarten. Nach Berechnungen des Center Automotive Research (CAR) lag der durchschnittliche Rabatt für batterieelektrische Pkw im Juni bei 17,8 Prozent. Für Verbrenner wurden im Mittel 18,4 Prozent Nachlass gewährt.
Für die Auswertung verglich das Institut jeweils 25 häufig angebotene Modelle beider Antriebsarten. Der durchschnittliche Transaktionspreis (Listenpreis abzüglich Rabatt) betrug bei den Elektroautos 34.546 Euro, Verbrenner kamen im Mittel auf 32.549 Euro. Der Preisunterschied stieg damit gegenüber Mai um 175 Euro auf 1.997 Euro.
Januar noch 19,5 Prozent Rabatt
Noch zu Jahresbeginn hatte die Autobranche Elektroautos stärker über Preisnachlässe gefördert. Der durchschnittliche E-Auto-Rabatt erreichte im Januar 19,5 Prozent, nachdem er im Dezember 2024 lediglich 12,1 Prozent betragen hatte. Seitdem sind die Nachlässe schrittweise gesunken. Gleichzeitig stieg der Rabatt für Verbrenner. CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer führt die Entwicklung unter anderem auf die staatliche Elektroautoförderung zurück. Sie stütze die Nachfrage und ermögliche den Herstellern, ihre eigenen Nachlässe zu reduzieren. Steigende Transaktionspreise könnten den weiteren Markthochlauf nach dem Ende der Förderung jedoch erschweren.
Bei Plug-in-Hybriden bleibt der Preisabstand zu Verbrennern trotz eines Rückgangs deutlich größer. Die 15 untersuchten Teilzeitstromer kosteten nach Abzug der Rabatte im Juni durchschnittlich 45.974 Euro und damit 13.426 Euro mehr als die Verbrenner. (SP-X)



