Käufer stehen auf PS-starke Autos

Mehr als 133 Pferdestärken

Käufer stehen auf PS-starke Autos
Mercedes C63 AMG © Daimler

Die deutschen Autofahrer stehen auf leistungsstarke Fahrzeuge. Nach einer Studie des Autoexperten Dudenhöffer hatten die im Januar in Deutschland verkauften Neuwagen durchschnittlich 133,6 PS.

Trotz hoher Spritpreise sind PS-starke Autos in Deutschlands gefragt wie nie. Nach dem «PS-Knick» von 2009, dem Jahr der Abwrackprämie mit vielen verkauften Kleinwagen, steigen die Zahlen seit 2010 wieder an, wie Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen errechnete. Im Januar 2011 hatten die in Deutschland verkauften Neuwagen demnach im Schnitt 133,6 PS unter der Haube.

2010 nur 130,5 PS

2010 waren es im Durchschnitt 130,5 PS, 2009 nur 118,0 PS. Der bisherige Höchstwert von 131,1 PS wurde 2008 erreicht, wie Dudenhöffer am Sonntag mitteilte. Gründe seien vor allem der steigende Anteil von Dieselfahrzeugen, deren Motorleistung spürbar über der von Benzinern liege, sowie die wachsende Beliebtheit der sportlichen Geländewagen. Deren Anteil an den verkauften Neuwagen in Deutschland stieg der Studie zufolge von 6,5 Prozent im Jahr 2006 auf 14,6 Prozent im Januar 2011.

Dudenhöffer geht davon aus, dass die durchschnittliche Motorleistung in den kommenden Jahren weiter steigen wird. «Deutsche lieben stärkere Autos - auch wenn die Spritpreise steigen», schreibt Dudenhöffer. Allerdings müsse dies nicht unbedingt zu Mehrverbrauch führen, schreibt er mit Blick etwa auf Hybrid-Antriebe und Start-Stopp-Systeme. (dpa)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er in einer Nachrichtenagentur volontiert. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.

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