Die Preise zwischen einem Elektroauto und einem Verbrenner nähern sich weiter an. Der Unterschied liegt nach einer aktuellen CAR-Erhebung bei nur noch 1650 Euro.
Die Preisdifferenz von E-Autos und Verbrennern sinkt weiter. Der durchschnittliche Aufpreis eines batterieelektrischen Neuwagens (BEV) gegenüber einem vergleichbaren Benziner oder Diesel lag im November nur noch bei 1650 Euro, wie eine Auswertung des Center Automotive Research (CAR) zeigt. Ein gutes Jahr zuvor hatte die Differenz laut Studie noch bei deutlich mehr als 7000 Euro gelegen.
Listenpreise als Grundlage
Grundlage der Berechnung sind die Transaktionspreise – also Listenpreise abzüglich Rabatte – der 20 nachfragestärksten Verbrenner- und Elektro-Modelle auf dem deutschen Markt. Demnach kostete ein Verbrenner im November im Schnitt 33.024 Euro, ein reines E-Auto 34.674 Euro. Plug-in-Hybride blieben mit durchschnittlich 46.125 Euro klar am teuersten und lagen damit 13.101 Euro über den klassischen Verbrennern.
Obwohl die Preise aller Antriebsarten im November leicht anzogen, wertet CAR-Leiter Ferdinand Dudenhöffer die geschrumpfte Preislücke zwischen Elektro- und Verbrennermodellen als wichtigsten Treiber für den wachsenden E-Auto-Anteil am Neuwagenmarkt. Der Studie zufolge steigt der Marktanteil der Stromer parallel zum sinkenden Preisabstand, während Faktoren wie Ladesäulen-Dichte oder Firmenwagenbesteuerung eine geringere Rolle spielten.
Chinesen sorgen für sinkende Preise
Zur Preissenkung tragen den Angaben zufolge auch chinesische Hersteller bei, deren Elektroautos allerdings bislang nur auf einen Marktanteil von 5,4 Prozent kommen. Wichtiger seien Skaleneffekte der etablierten Marken: Mehr E-Autoverkäufe erlaubten niedrigere Kosten und damit weiteren Preisspielraum.
Für die kommenden Monate erwartet Dudenhöffer allerdings einen Dämpfer beim elektrischen Wachstum. Angekündigte neue Förderprogramme für Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge könnten dazu führen, dass Kunden ihre Kaufentscheidung zunächst aufschieben. Zudem rechnet er damit, dass die Diskussion um ein mögliches Aus des EU-Verbrennerverbots im Jahr 2035 Investitionen in die E-Mobilität bremst. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte unlängst einen Brief an EU-Kommissionspräsident Ursula von der Leyen geschrieben, in dem er eine Abkehr vom strikten Verbrenner-Aus forderte. (FM/SP-X)




