Michael Maurer hat Design von Porsche über Jahrzehnte geprägt. Nun hat der Sport- und Geländewagenbauer mit Tobias Sühlmann einen neuen Designchef benannt.
Tobias Sühlmann wird zum 1. Februar neuer Designchef beim Sport- und Geländewagenbauer Porsche. Er folgt damit auf Michael Mauer, der mehr als 20 Jahre lang maßgeblich das Design der Sportwagenmarke verantwortet, wie der Hersteller am Mittwoch mitteilte. Sühlmann wechselt von McLaren nach Stuttgart, wo er seit 2023 als Chief Design Officer tätig war.
Porsche Vorstandschef Michael Leiters würdigte Mauers Handschrift, die das Erscheinungsbild der Marke seit den frühen 2000er Jahren prägt. Besonders der behutsam modernisierte 911 und die erfolgreiche Übertragung der Porsche Design-DNA auf neue Segmente – wie etwa den Panamera. Mauer hatte gemeinsam mit Leiters – der damals noch als Produktstratege bei den Schwaben arbeitete – die erste Sportlimousine der Marke im Jahr 2009 entscheidend mitgestaltet. „Ein Porsche muss alle Sinne ansprechen – das ist das Leitmotiv von Michael Mauer. Der Panamera ist eines von vielen überzeugenden Beispielen“, so Leiters. „Seine Arbeit war stilprägend für die Marke Porsche und wird auch in Zukunft sichtbar bleiben“, fügte der Porsche-Chef hinzu.
Maurer hat Transformation stilistisch geprägt
Mauer trat 2004 als vierter Designchef in der Geschichte des Unternehmens an und reiht sich damit in eine Tradition ein, die mit Ferdinand Alexander Porsche begann. Zu seinem Portfolio zählen unter anderem der überarbeitete Cayenne, der erste Panamera sowie der Hybrid-Supersportwagen 918 Spyder. Unter seiner Verantwortung erfolgte zudem die stilistische Transformation ins Elektrozeitalter. „Zeitloses Design braucht beides: Beständigkeit und neue Impulse. Angesichts der strategischen Neuausrichtung von Porsche ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um auch beim Design neue Perspektiven einzubringen“, so Maurer, der Sühlmann in einer Übergangsphase weiter unterstützen wird.
Sühlmann hat an der Hochschule Pforzheim studiert. Nach Stationen bei Volkswagen, Bugatti und Aston Martin sowie einer ersten Phase bei McLaren wechselte er zu Bentley und prägte dort unter anderem das Design des exklusiven Batur. 2023 kehrte er als Chief Design Officer zu McLaren zurück.


