Porsche musste im zurückliegendem Jahr deutliche Absatzrückgänge hinnehmen. Weltweit büßte der Sport- und Geländewagenbauer zweistellig ein.
Der Sport- und Geländewagenbauer Porsche hat im Vorjahr weltweit ein Absatzminus von 10 Prozent hinnehmen müssen, wie aus den am Freitag vorgestellten Zahlen des Unternehmens hervorgeht. Insgesamt setzte der Hersteller 279.449 Fahrzeuge ab. Im Vorjahr waren es noch 310.718 Fahrzeuge.
„Diese Entwicklung entspricht unseren Erwartungen und ist auf Angebotslücken beim 718 und Macan Verbrenner, die anhaltend schwächere Nachfrage nach exklusiven Produkten in China sowie unsere wertorientierte Angebotssteuerung zurückzuführen“, sagte Vertriebsvorstand Matthias Becker. Für das laufende Jahr fällt der Ausblick von Becker aufgrund des schwierigen Marktumfeldes zurückhaltend aus. Sein Volumen für 2026 plane man aufgrund „des Produktionsauslaufs von 718 und Macan mit Verbrennungsmotor realistisch“.
Macan erfolgreichstes Modell
Im zurückliegendem Jahr war der Porsche Macan mit 84.328 Auslieferungen das erfolgreichste Modell, Nordamerika mit 86.229 Auslieferungen die größte Vertriebsregion. Beim Macan waren übrigens 45.367 Fahrzeuge rein elektrisch. Eine neue Bestmarke erreichte auch der Porsche 911: als Verbrenner und T-Hybrid wurden von ihm weltweit 51.583 Einheiten ausgeliefert.
Auf dem europäischem Markt (ohne Deutschland) wurden 66.340 Fahrzeuge ausgeliefert, ein Rückgang von 13 Prozent. Auf dem Heimatmarkt Deutschland lag das Minus mit 29.968 Fahrzeugen bei 16 Prozent. Als Ursache für den Rückgang nannte Porsche u.a. Angebotslücken beim 718 und Macan Verbrenner in Folge der EU-Vorschriften zur Cybersicherheit. Noch deutlicher fiel der Rückgang in China mit 26 Prozent bei 41.938 ausgelieferten Fahrzeugen aus. Mehr als ein Fünftel seines Absatzes büßte der vollelektrische Taycan ein: mit 16.339 Fahrzeugen liegt das Minus bei 22 Prozent.
Elektroautos landen im Zielkorridor
Im zurückliegendem Jahr waren insgesamt 34,4 Prozent aller weltweit ausgelieferten Fahrzeuge elektrifiziert (+ 7,4 Prozent). Davon entfallen 22,2 Prozent auf vollelektrische Fahrzeuge, 12,1 Prozent auf Plug-in-Hybride. Die batterie-elektrischen Fahrzeuge haben damit die Ziele für dieses Jahr erfüllt. Der Hersteller hatte mit einem Anteil von 20 bis 22 Prozent gerechnet.
Zuversichtlich zeigte sich Becker mit Blick auf den neuen Cayenne Electric, der seit Ende des vergangenen Jahres verkauft wird. Dessen Resonanz bei der Kundschaft zeige, „dass Porsche mit seinen innovativen und hoch performanten Produkten die Kundenerwartungen treffe“. Neben der reinen E-Variante bietet Porsche den Cayenne aber weiter auch als Verbrenner- und Plug-in-Hybrid an.


