Porsche 911 Turbo S: Mit Strom-Spritze zu 711 PS

Porsche 911 Turbo S: Mit Strom-Spritze zu 711 PS
Eigentlich mangelte es dem 911 Turbo S nicht an Leistung. Dennoch ist die Neuauflage deutlich stärker geworden. © Porsche

Mit Hybrid-Technik aus dem Rennsport macht Porsche den Turbo S zum stärksten Serien-Elfer aller Zeiten. Auch ein Cabrio ist im Angebot.

Porsche nutzt die IAA Mobility für die Premiere des neuen 911 Turbo S T-Hybrid. Das neu aufgelegte Topmodell der Elfer-Reihe kombiniert einen 3,6-Liter-Boxermotor mit dem T-Hybridsystem, das 2024 erstmals im GTS eingeführt wurde. Damit legt Porsche die Messlatte in puncto Leistung ein deutliches Stück höher. Dank zweier elektrischer Abgasturbolader und eines ins Getriebe integrierten E-Motors mit 60 kW (82 PS) entfesselt der Sechszylinder 711 PS und 800 Nm. Zum Vergleich: Der bislang stärkste Serien-Elfer war der zwischen 2020 und Frühjahr 2024 gebaute Turbo S mit 650 PS.

Trotz des Mehrgewichts von 85 Kilogramm durch das neue Hybridsystem mit einer rund 2 kWh großen Hochvoltbatterie bietet der neue Turbo S bessere Fahrleistungen als sein Vorgänger. In Kombination mit Allradantrieb und Achtgang-PDK beschleunigt der neue Über-Elfer in 2,5 Sekunden auf Tempo 100. Das sind zwei Zehntelsekunden weniger als beim Vorgänger. Die Sprintzeit bis zur 200er-Marke verkürzt sich um 0,5 auf 8,4 Sekunden. Allerdings sinkt zugleich die Höchstgeschwindigkeit von einst 330 auf nun 322 km/h.

Wankstabilisierung serienmäßig

Der Heckflügel des Turbo S kann seine Position ändern und damit den Anpressdruck variieren. Foto: Porsche

Das neue Hochvolt-Bordnetz des Turbo S ermöglicht den serienmäßigen Einsatz der elektrohydraulischen Wankstabilisierung PDCC. Fahrwerksseitig hat Porsche die Mischbereifung etwas großzügiger dimensioniert. Serienmäßig gibt es eine Keramik-Verbundbremsanlage mit 42 Zentimeter großen Bremsscheiben vorne und 41 Zentimeter großen Bremsscheiben hinten. Ein aktives Aerodynamikpaket erhöht den Abtrieb situationsbedingt oder senkt den Luftwiderstand – im Vergleich zum Vorgängermodell sogar um bis zu zehn Prozent.

Optisch hebt sich der Turbo S durch eine verbreiterte Karosserie, spezifische Lufteinlässe, eine Titan-Abgasanlage und einige im exklusiven Farbton „Turbonit” lackierte Kontrastelemente ab. Turbonit-Akzente finden sich auch im mit weiteren exklusiven Details wie Carbon-Zierleisten oder perforiertem Microfaser-Dachhimmel aufgewerteten Innenraum. Dieser bietet serienmäßig zwei Sitze, denn die Notsitz-Rückbank ist kostenpflichtig. Das Coupé startet bei 271.000 Euro, das Cabriolet bei 285.000 Euro. Erste Auslieferungen erfolgen zum Jahreswechsel. (SP-X)

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