Autofahrerinnen und Autofahrer müssen sich zu Pfingsten in Geduld üben. Der ADAC rechnet bundesweit mit vielen Staus. Auch im Ausland sieht es nicht besser aus.
Feiertage sind Stautage. Das zeigt sich auch am kommenden Pfingstwochenende. Wer mit dem Auto verreisen möchte, bringt besser Geduld mit. Der ADAC rechnet mit «beträchtlichen Staus – und das in alle Himmelsrichtungen». Auch der Auto Club Europa (ACE) rechnet mit einer «Stauwelle».
Autofahrer aus fast allen Bundesländern sind unterwegs, denn vielerorts ist auch noch der Dienstag (10. Juni) nach dem Pfingstmontag frei. Vor allem ist in Süddeutschland mit dichtem Verkehr zu rechnen, denn in Baden-Württemberg und Bayern starten zweiwöchige Ferien. Aber auch von Ferienterminen unabhängig Reisende zieht es zu Zielen in Richtung der Alpen und weiter südlich ans Mittelmeer – aber auch den Küsten von Nord- und Ostsee. Grundsätzlich herrscht Staugefahr vor allem auf den Ballungsraumautobahnen, den Strecken in Richtung der Alpen und zu den Küsten sowie auf den Zufahrten der Naherholungsgebiete. Laut ADAC waren 2024 der Freitag vor Pfingsten und der Dienstag nach Pfingsten besonders staureich. Andere Tage sind also zum Reisen womöglich besser geeignet.
Ab Freitag wird es in Ballungsgebieten voller
Laut dem ACE dürfte es auch in diesem Jahr am Freitag ab dem späten Vormittag vor allem rund um die Ballungsgebiete und auf den Autobahnen voller werden. Bedingt durch den Ferienbeginn in Süddeutschland werden so einige bereits in den Urlaub starten. Die Staugefahr dürfte schnell anwachsen. Vor allem in südlicher Richtung und in den Nachbarstaaten ist mehr Geduld erforderlich.
Am Samstag ist in Richtung Alpen und auf den Routen zu den Küsten von Nord- und Ostsee ab dem frühen Vormittag mit voller werdenden Straßen zu rechnen. Der ACE spricht dabei von «teils erheblichen Verzögerungen» und längeren Staus». Erst am späten Nachmittag dürfte sich der Verkehr laut ADAC etwas abschwächen.
Den Prognosen nach dürfte der Sonntag der ruhigste Reisetag werden, auf den Autobahnen wird ein eher moderates Verkehrsaufkommen erwartet, wozu auch das Lkw-Fahrverbot beiträgt. Der ACE etwa erwartet nur wenige Staus, obwohl erneut viele Reisende in den Urlaub starten dürften auf den Nebenstrecken ist tagsüber aber speziell bei gutem Wetter reger Verkehr rund um bekannte Ausflugsziele sowie Naherholungsgebiete zu erwarten. Am Pfingstmontag ist wie am Vortag ab den Mittagsstunden auf den Heimreiserouten mit hohem Verkehrsaufkommen und Staus zu rechnen; selbst am Dienstag kann es auf den Heimreiserouten sehr voll werden.
Auf diesen Strecken wird es voll
A 1 Lübeck – Hamburg – Bremen – Dortmund – Köln
A 1/A 3/A 4 Kölner Ring
A 2 Dortmund – Hannover – Berlin
A 3 Köln – Frankfurt/Main – Würzburg – Nürnberg – Passau – Linz
A 4 Görlitz – Dresden – Chemnitz
A 5 Frankfurt/Main – Karlsruhe – Basel
A 6 Nürnberg – Heilbronn – Mannheim – Kaiserslautern
A 7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg – Füssen/Reutte
A 8 Karlsruhe – Stuttgart – Ulm – München – Salzburg
A 9 Berlin – Leipzig – Nürnberg – München
A 10 Berliner Ring
A 11 Berliner Ring – Dreieck Uckermark
A 12 Dreieck Spreeau – Frankfurt/Oder
A 19 Dreieck Wittstock/Dosse – Rostock
A 24 Hamburg – Schwerin und Wittstock/Dosse – Berliner Ring
A 61 Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach
A 81 Heilbronn – Stuttgart – Singen
A 93 Rosenheim – Kiefersfelden
A 95 Garmisch-Partenkirchen – München
A 96 München – Lindau
A 99 Umfahrung München
Nicht besser sieht die Verkehrssituation im benachbarten Ausland aus. Wer weiter nach Österreich und in die Schweiz fährt, oder die Länder durchqueren möchte, muss über das lange Wochenende mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Staus rechnen. Kaum vermeidbar sind diese den Angaben zufolge auf dem Fernpass, der Brenner-, Rheintal- und Tauernautobahn in Österreich sowie auf der Gotthardroute in der Schweiz. Die Hauptreisezeiten sind mit denen in Deutschland vergleichbar.
In Österreich ist zudem auch die Baustellensituation auf einigen wichtigen Urlaubsrouten angespannt. Länger dauern kann es daher weiterhin bis Ende Juni auf der Tauernautobahn aufgrund einer Großbaustelle an der Tunnelkette Golling – Werfen. Die Tunnel sind nur einspurig befahrbar. Der ACE rechnet mit einer Fahrtzeitverlängerung von im Schnitt einer halben Stunde je Richtung.
Zudem sind seit dem 1. Januar für mehrere Jahre «massive Behinderungen» auf der Brennerautobahn im Bereich der Luegbrücke einzuplanen, so der ACE. In beiden Fahrtrichtungen steht dabei jeweils nur noch ein Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung. Samstage und einige Sonntage seien bei guten Wetterverhältnissen davon ausgenommen, so der ADAC.
Verzögerungen durch Grenzkontrollen
Seit Anfang Mai wurden die Einreisekontrollen an allen deutschen Grenzen verschärft. Allerdings soll der Pendel- und Reiseverkehr laut ADAC möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Kontrollen seien stichprobenartig, nicht alle Fahrzeuge würden angehalten.
Wartezeiten dürften speziell zu Hauptreisezeiten möglich sein – vor allem an den drei Autobahnübergängen Suben (A 3 Linz – Passau), Walserberg (A 8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein – Rosenheim). (dpa)



