Opel entwickelt neues Elektro-SUV mit Leapmotor

Opel entwickelt neues Elektro-SUV mit Leapmotor
Opel entwickelt mit Leapmotor ein neues C-SUV-Modell. Gebaut wird es in Spanien. © Opel

Opel hat das erste in Kooperation mit Leapmotor geplante vollelektrische Modell im C-Segment angekündigt. Marktstart soll bereits 2028 sein. Gebaut wird das SUV in Spanien.

Opel bringt im hart umkämpften C-Segment ein neues vollelektrisches Modell auf den Markt. Es entsteht in Kooperation mit dem chinesischen Joint-Venture-Partner Leapmotor. In einer Pressemitteilung des Unternehmens ist von einem „Schlüsselprojekt“ einer neuen Modellstrategie die Rede. Das neue E-Modell soll zentrale Komponenten der neuesten elektrischen Architektur sowie Batterietechnologie von Leapmotor nutzen.

Der Zeitpunkt der Verkündung fällt kurz vor dem Investor Day von Stellantis am 21. Mai. In knapp zwei Wochen will Stellantis-CEO Antonio Filosa die neue Strategie des Konzerns bekannt gegeben. Im Vorfeld hatten Meldungen auch in Rüsselsheim für Unruhe gesorgt, nach denen Stellantis sich zukünftig auf die vier Kernmarken Jeep, Ram, Fiat und Peugeot konzentrieren wolle.

Entwicklung in China

Opel-Chef Florian Huettl verantwortet auch das Deutschlandgeschäft von Stellantis. Foto: Benjamin Pichelmann

„Unser neues SUV soll bei Opel in Rüsselsheim designt und erschaffen und von unseren internationalen Teams in Deutschland und China entwickelt werden. Die Partnerschaft mit Leapmotor soll ermöglichen, das Fahrzeug in weniger als zwei Jahren zu entwickeln. Damit plant Opel einen weiteren wichtigen Schritt bei der Entwicklung hochmoderner und erschwinglicher Elektrofahrzeuge für unsere Kunden“, sagte Opel-Chef Florian Huettl.

Der Produktionsstart des neuen Modell soll bereits 2028 erfolgen. Gebaut werden soll im spanischen Werk Saragossa, wo auch der Opel Corsa seit 1982 vom Band rollt. Das geplante neue SUV ergänzt das aktuelle SUV-Portfolio um Opel Grandland, Frontera und Mokka.

Stellantis hatte erst vor einigen Wochen eine weitere Reduzierung der Entwicklungsmannschaft in Rüsselsheim angekündigt. Danach soll von den derzeit rund 1650 Ingenieurinnen und Ingenieuren künftig nur noch 1000 an der Entwicklung von Opel-Modellen sowie verschiedenen Themenfeldern für den Gesamtkonzern arbeiten. Pläne für eine Batteriezellen-Fabrik am Opel-Standort Kaiserslautern wurden aufgegeben. Als Opel im Jahr 2017 von PSA übernommen wurden, waren bei Opel noch rund 7000 Entwickler beschäftigt. PSA ging zusammen mit Fiat-Chrysler im Mehrmarken-Konzern Stellantis auf. Stellantis hält einen Minderheitsanteil von 21 Prozent an Leapmotor und hat mit dem Start-up eine internationale Vertriebseinheit gegründet. Leapmotor wird dabei über Opel-Händler vertrieben. (mit dpa)

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