Opel-Werk Eisenach hat Produktion wieder aufgenommen

Opel-Werk Eisenach hat Produktion wieder aufgenommen
Das Opel-Werk in Eisenach. © dpa

Im Opel-Werk Eisenach stand wegen der Chipkrise die Produktion für drei Monate still. Nun laufen die Bänder wieder.

Als erstes Modell lief bei der Wiederaufnahme der Produktion ein Opel Grandland am Donnerstagmorgen vom Band, wie das Unternehmen mitteilte.


Vor Ort waren den Angaben zufolge auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und Opel-Chef Uwe Hochgeschurtz. Das SUV-Modell soll nun ausschließlich in Eisenach gefertigt werden und ab Februar bei den Händlern stehen.

Produktion Ende September gestoppt

Opel hatte in dem Werk Ende September die Fertigung wegen Halbleitermangels gestoppt. Die darauf folgende Debatte über eine mögliche Ausgliederung des Eisenacher Werks aus der deutschen Einheit Opel Automobile GmbH hatte in Thüringen zu großen Sorgen geführt. Nach Protesten der Belegschaft gab der Mutterkonzern Stellantis im November die Pläne auf.

Hochgeschurtz bekannte sich in einem Interview der „Thüringer Allgemeinen“ zum Standort in Eisenach. Ob noch mal ein Produktionsstopp wegen fehlender Teile notwendig werde, lasse sich nicht vorhersagen. Andere Autobauer und Zulieferer, etwa BMW und Porsche in Leipzig, rechnen mit einer schrittweisen Entspannung bei der Halbleiterversorgung nicht vor Mitte des Jahres.

Keine betriebsbedingten Kündigungen bis 2025

Opel ist die einzige deutsche Marke im Autokonzern Stellantis, der aus der Peugeot-Mutter PSA und Fiat-Chrysler entstanden ist. Seit der Übernahme im August 2017 durch PSA wurden im Einvernehmen mit der Gewerkschaft Tausende Arbeitsplätze abgebaut, wobei betriebsbedingte Kündigungen bis Sommer 2025 ausgeschlossen sind.

Opel konnte trotz der Chipkrise das zurückliegende Jahr 2021 übrigens als eine der wenigen Marken noch recht erfolgreich bestreiten. Insgesamt kam der Rüsselsheimer Autobauer im zurückliegenden Jahr nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) auf 161.852 Neuzulassungen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs von 10,7 Prozent.
Opel kommt damit auf einen Marktanteil von 6,2 Prozent. Das ist ein Zuwachs von fast 1,2 Prozentpunkten gegenüber 2020. Der deutsche Automarkt entwickelte sich indes rückläufig. So gab es im Vorjahr nur noch 2,62 Millionen Neuzulassungen, ein Minus von 10,1 Prozent. (AG/dpa)

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