Opel hat sich gerade erst von seinem Ziel verabschiedet, ab 2028 nur noch rein elektrische Modelle anzubieten. Seinen Einstiegsstromer, den Corsa, stellt man nun indes für unter 25.000 Euro in Aussicht.
Opel drückt den neuen Elektro-Corsa unter die 25.000-Euro-Marke. Zumindest die Einstiegsvariante der für 2027/28 erwarteten neuen Generation des Kleinwagens soll das psychologisch wichtige Limit unterbieten, wie Opel-Chef Florian Huettl nun angekündigt hat.
Die dann siebte Auflage des zuletzt wichtigsten Modells der Marke in Deutschland dürfte auf der für E-Autos ausgelegten STLA-Small-Plattform basieren.
Ausblick auf der IAA
Einen ersten Ausblick auf den neuen Kleinwagen gibt Opel auf der IAA mit der Studie Corsa GSE Vision Gran Turismo. Das Konzeptfahrzeug soll das Potenzial des Corsa als Alltagsauto und Hypercar ausloten und dazu „einen klaren Ausblick auf die Zukunft“ eröffnen, wie es Huettl ausdrückt. Besonders bei der Lichtsignatur und beim „Gesicht“ der Studie haben die Designer reihenweise Hinweise auf künftige Serienmodelle eingebaut.
Mit einem Preis unter 25.000 Euro tritt der elektrische Corsa direkt gegen den VW ID.Polo an, der auf der IAA in einer seriennahen Variante zu sehen ist. Aktuell ist dieses Segment noch kaum bevölkert; mit Autos wie dem Dacia Spring, dem Citroen e-C3 und dem Hyundai Inster sind die meisten verfügbaren Modelle eher dem Kleinstwagen-Segment verhaftet. Die Rüsselsheimer hatten bislang übrigens stetig bekundet, dass man ab 2028 in Europa nur noch rein elektrische Modelle anbieten wird. Von diesem Ziel ist die Stellantis-Tochter indes abgerückt.
Momentan läuft es für Opel in Deutschland zudem nicht erfolgreich. Nach acht Monaten liegt der Hersteller nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) mit rund 87.000 Neuzulassungen mit 14,5 Prozent hinter den Zulassungen des Vorjahreszeitraums. Im Einzelmonat August lag der Rückgang mit rund 11.000 Fahrzeugen bei fast zehn Prozent. (FM/SP-X)

