Opels Fokus liegt bei Monte auf Ampera

Neue Generation ab etwa 2016

Opels Fokus liegt bei Monte auf Ampera
Der Opel Ampera konnte den Titelgewinn bei der Monte nicht wiederholen. © Opel

Trotz der misslungenen Titelverteidigung bei der Rallye Monte Carlo des Energies Nouvelles wird bereits die 15. Auflage im kommenden Jahr vorbereitet. Dabei geht es bei dem Opel Ampera nicht nur um sportliche Meriten.

Von Thomas Flehmer

Die Enttäuschung war greifbar. Nach der misslungenen Titelverteidigung bei der 14. Rallye Monte Carlo des Energies Nouvelles wird nun eine Wiederholung des Vorjahreserfolges, als der Opel Ampera beim Debüt gleich das Gesamtklassement gewann und insgesamt fünf Plätze unter den ersten Zehn belegte,angepeilt. "Klar, wäre eine Wiederholung schön gewesen", sagte Christopher Rux der Autogazette, "doch man kann es nicht erzwingen."

Gestiegenes Profil der Rallye Monte Carlo

Der Pressesprecher für Elektromobilität bei den Rüsselsheimern verwies auf das gestiegene Niveau bei der Rallye für alternative Antriebe. "Zwischen Platz eins und Platz lagen gerade zehn Punkte. Zudem haben diverse WRC-Profis teilgenommen."

Somit heilte die endgültige Platzierung von Hanns-Werner Wirth als bester Deutscher auf den elften Rang, nachdem zunächst der 15. Platz notiert wurde, ein wenig die Wunden. Während manche Teams sich seit Monaten mit der Strecke betraut gemacht haben, konnte der erfahrene Pilot aus Fürth lediglich vier Tage zuvor die Streckenführung unter die Lupe nehmen.

Opel will Führerschaft bei Range Extender ausbauen

Mit dem Opel Ampera auf Wertungsprüfung.
Der Opel Ampera ist technologisch als Elektroauto eingestuft Opel

Dass das Elektroauto mit dem so genannten Range Extender - einem Benzinmotor, der als Generator fungiert und somit die elektrische Reichweite verlängert - sportliche Gene besitzt und die nicht nur auf den Wertungsprüfungen der alternativen Monte ausspielen konnte, ist aber nur eine Randerscheinung. "Wir wollen die Führerschaft bei den Range Extender ausbauen, da wir uns als technischen Vorreiter sehen", so Rux.

Das gemeinsam mit dem baugleichen Chevrolet Volt "Auto des Jahres 2012" sei die perfekte Lösung für alle Einsatzzwecke. Ist die rein elektrische Reichweite zwischen 40 und 80 Kilometern aufgebraucht, fungiert der Benzinmotor als Stromspender und schafft mit seinem 35 Liter-Tank mehrere Kilometer. Bei der Rallye zwischen Seealpen und Mittelmeer mit vielen Steigungen und Serpentinen waren noch knapp 400 Kilometer drin. Allerdings mutete ein Wert zwischen sechs und neun Litern nicht gerade effizient an, was aber auch an der Beschaffenheit der Strecke lag.

Opel Ampera technologisch als Elektrofahrzeug eingestuft



Rux legt dabei Wert darauf, dass es sich bei den Ampera nicht um einen Vollhybriden handelt. "Alle vier Räder werden elektrisch angetrieben. Von daher wird der Ampera technologisch als Elektrofahrzeug eingestuft."

Durch die offizielle Klassifizierung ist der Ampera die meist verkaufte Elektro-Limousine, auch wenn die Hersteller von rein Batterie betriebenen Elektrofahrzeugen die Einstufung kritisieren. Doch das Murren wird weniger, da weitere Unternehmen wie BMW oder Jaguar ebenfalls auf den Reichweitenverlängerer setzen. "Wir freuen uns, dass anderen Hersteller bei diesem Konzept nachziehen. Denn wir sehen keine Zukunft für rein elektrisch betriebene Fahrzeuge", sagt Rux.

Neue Opel Ampera-Generation etwa ab 2016

Pikant bei BMW ist es, dass die Münchner sich erst gegen den Range Extender verweigerten, aber mittlerweile umgeschwenkt haben. Kein Wunder, denn seit einiger Zeit ist Frank Weber unter Vertrag, der Entwickler des Range Extender-Vorreiters Chevrolet Volt.

Dieser fehlt nun bei Opel bei der Weiterentwicklung des Ampera. Die zweite Generation werde so "etwa 2016" auf den Markt kommen. Neben dem weiter entwickelten Antriebsstrang wünschen sich die Rallye-Fahrer des Ampera auch LED-Licht, um die Nachtprüfungen bei der Monte besser bestehen zu können. Denn obwohl Opel auch mit Autogas- oder Erdgasfahrzeugen in Monaco antreten könnte, liegt laut Rux "der Fokus ganz klar auf dem Ampera."

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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