Nuro: Wenn der Roboter die Pizza bringt

Nuro: Wenn der Roboter die Pizza bringt
Nuro hat die Serienversion seines autonomen Kleintransporters vorgestellt. © Nuro

Der Online-Handel boomt – und die Lieferdienste auch. Das Start-up Nuro hat nun die Serienversion eines selbstfahrenden Lieferfahrzeugs vorgestellt.

Die Amerikaner, die mit dem chinesischen Autobauer BYD kooperieren, wollen zeitnah in Nevada mit der Vorserienproduktion beginnen. Zusammen mit BYD wird zudem ein Zulieferer-Netzwerk für die Großserienproduktion aufgebaut. Allein für die USA plant Nuro die Produktion von mehreren zehntausend Exemplaren seines Lieferwagens.


Das fensterlose und elektrisch angetriebene Minimobil soll um 20 Prozent kleiner als normale Pkw sein. Der über zwei große Klappen zugängliche Transportraum bietet einen Stauvolumen von 765 Litern. Die beiden räumlich getrennten Boxen sollen beheiz- oder kühlbar sein. Je nach Lieferzweck gibt es verschiedenartige Module, die Frachträume aufzuteilen. Bis zu 24 gefüllte Einkaufstaschen mit einem Gewicht von bis zu 230 Kilogramm sollen sich unterbringen lassen.

Antrieb rein elektrisch

Angetrieben wird der Serien-Nuro batterieelektrisch, die Höchstgeschwindigkeit wird auf 45 Meilen pro Stunde begrenzt, was knapp über 70 km/h entspricht. Der Lieferwagen soll sich autonom durch den Verkehr bewegen, weshalb der Transporter über ein Arsenal an Kameras sowie Radar- und Lidar-Sensoren mit Selbstreinigungsfunktion verfügt, das dem Bordrechner ein 360-Grad-Bild seiner Umgebung liefert. Grundsätzlich ist der Nuro R3 auf eine defensive Fahrstrategie konditioniert, dennoch gibt es als Neuheit für die dritte Generation einen externen Airbag in der Front, der zusätzlich Schutz bietet, sollte ein Crash unvermeidbar sein.

Großes Interesse am Nuro gibt es bei Lieferdiensten, um künftig Kunden mit einem fahrerlosen Fahrzeug zu beliefern. Zu den Partnern von Nuro gehören unter anderem Walmart, Fedex oder der Pizza-Lieferservice Domino’s. In Deutschland haben in der Vergangenheit bereits Paketdienstleister wie beispielsweise Hermes die Zustellung mit kleinen Lieferrobotern ausprobiert. Angesichts von Zufahrtsbeschränkungen in den Städten suchen die großen Paketdienstleiter nach alternativen Zustelloptionen. (SP-X)

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