Noch ist der Nissan Aura Nismo RS nur ein Concept. Doch eine Serienfertigung dürfte ziemlich realistisch sein.
Um die sportliche Submarke Nismo ist es in Deutschland zuletzt recht still geworden. In seiner Heimat hält Nissan das Härter-schneller-extremer-Label jedoch weiter hoch, wie das auf dem Tokyo Auto Salon 2026 gezeigte Aura Nismo RS Concept demonstriert. Der kompakte Viertürer kombiniert reichlich Spoiler-Lametta mit einem Hybridantrieb.
Technisch setzt der Nissan Aura Nismo RS auf einen seriellen Hybrid nach dem bekannten E-Power-Prinzip. An der Vorderachse arbeitet ein 150 kW/204 PS starker Elektromotor, an der Hinterachse ein weiteres Aggregat mit 100 kW/136 PS. Zusammen ergibt das einen elektrischen Allradantrieb mit 250 kW/340 PS Systemleistung. Die Energie liefert ein in das System integrierter 1,5-Liter-Benziner mit 106 kW/144 PS, der ausschließlich als Generator dient. Eine große Traktionsbatterie ist damit überflüssig.
Gewicht liegt bei 1,5 Tonnen
Nissan nennt keine Fahrleistungen, doch ein Spurt auf 100 km/h in unter fünf Sekunden gilt als realistisch. Mit einem angegebenen Gewicht von knapp unter 1,5 Tonnen wäre der Japaner für ein Auto mit elektrischem Allradantrieb bemerkenswert leicht. Für zusätzliche Dynamik sorgen umfangreiche Fahrwerksmodifikationen. Die Karosserie liegt zwei Zentimeter tiefer, montiert sind griffige Michelin-Pilot-Sport-Reifen auf 18-Zoll-Rädern sowie eine leistungsstärkere Bremsanlage mit Vierkolbensätteln an der Vorderachse. An der Hinterachse bleibt es allerdings bei einer einfachen Verbundlenkerkonstruktion.
Optisch und aerodynamisch gibt sich das Konzept ebenfalls betont aggressiv. Der auf 4,26 Meter gewachsene Aura ist durch neue Radhäuser rund 15 Zentimeter breiter als das Serienmodell. Frontspoiler, Seitenschweller, seitliche Splitter, Heckdiffusor und ein spezieller Heckflügel sollen nicht nur die Optik schärfen, sondern auch Abtrieb und Luftführung verbessern.
Mit dem sportlich modifizierten Aura zeigt Nissan, dass Nismo in Japan mehr ist als nur ein nostalgisches Emblem. Schließlich will der Hersteller das Konzept gemeinsam mit seiner Motorsporttochter Nissan Motorsports & Customization (NMC) gezielt für potenzielle Renneinsätze und eine mögliche spätere Serienversion weiterentwickeln.(SP-X)


