Chip-Krise: Delegation reist zu Gesprächen nach China

Chip-Krise: Delegation reist zu Gesprächen nach China
Der Streit zwischen den Niederlanden und China wegen des Halbleiterproduzentes Nexperia belastet die Autoindustrie. © dpa

Die Chip-Krise belastet nicht nur die Autoindustrie. Nun kommt Bewegung in den Streit. In der kommenden Woche reist eine niederländische Delegation nach China.

Im Konflikt um die Lieferung von Chips für die Autoindustrie durch das Unternehmen Nexperia werden die Niederlande in der nächsten Woche eine hochrangige Delegation nach China entsenden. Das teilte der geschäftsführende Wirtschaftsminister Vincent Karremans in Den Haag mit.

Die Niederlande begrüßten die jüngste Lockerung der Lizenzbedingungen der Nexperia-Halbleiter durch China, teilte der Minister mit. Die Gespräche in China sollten zu einer einvernehmlichen Lösung des Konflikts beitragen.

Chips vor allem für Autoindustrie

Das chinesische Unternehmen hat seinen europäischen Sitz im niederländischen Nimwegen und produziert Halbleiter, die vor allem für die Autoindustrie wichtig sind. Der Minister hatte wegen starker Bedenken gegenüber dem chinesischen Eigentümer in die Führung des Unternehmens eingegriffen. Daraufhin hatte Peking Exportbeschränkungen für Nexperia-Chips verhängt, die auch europäische Autohersteller treffen.

Inzwischen hat China Lockerungen beim Export-Verbot angekündigt. Der Minister spricht von «positiven Signalen», betont jedoch, dass er die Situation genau beobachte, bis die Belieferung aller Kunden wieder aufgenommen sei. China zeigte sich gesprächsbereit. Peking hoffe, dass die niederländische Seite echte Kooperationsbereitschaft gegenüber China zeige, sagte ein Sprecher des Handelsministeriums. Die Niederlande sollten umgehend substanzielle und konstruktive Pläne zur Lösung des Problems vorschlagen und konkrete Maßnahmen zur Sicherstellung der Produktion und Lieferkette ergreifen. (dpa)

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