Der deutsche Automarkt ist mit einem Rückgang ins neue Jahr gestartet. Dafür legten die Elektroautos deutlich zu.
In Deutschland wurden im Januar 193.981 Pkw neu zugelassen, wie aus den am Mittwoch vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) veröffentlichen Zahlen hervorgeht. Das entspricht einem Rückgang von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Während die Zahl der gewerblichen Zulassungen dabei um etwas mehr als zwei Prozent auf einen Anteil von 69,8 Prozent an den Neuzulassungen wuchs, büßte private Neuzulassung um 14,4 Prozent auf 30,2 Prozent ein.
Besonders erfreulich erwiesen sich dabei die Neuzulassungen bei den batterie-elektrischen Fahrzeugen. Sie legten im Vergleich zum Vorjahresmonat um 23,8 Prozent auf 42.692 Neuzulassungen zu. Damit liegt ihr Anteil bei 22 Prozent. Zuwächse konnten auch Plug-in-Hybride erzielen: von Pkws mit diesem Antrieb wurden im Januar 21.790 Pkw neu zugelassen, was einem Plus von 23 Prozent und einem Anteil von 11,2 Prozent entspricht.
VDIK fordert schnelle Klarheit
„Das überproportionale Wachstum der BEV-Zulassungen internationaler Hersteller im Januar zeigt das hohe Kundeninteresse an leistbaren Elektrofahrzeugen. Für ein nachhaltiges Gesamtmarktwachstum in 2026 benötigen wir eine weitere Steigerung der BEV-Auftragseingänge“, sagte Imelda Labbé, Präsidentin des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK). Damit es zu einem weiteren Markthochlauf der E-Mobilität komme, „brauchen Kunden nun schnellstens Klarheit über die Modalitäten der seit Januar zugesagten BEV-Förderung“, so Labbé.
Die Verbandschefin zielte damit auf den Umstand an, dass bisher immer noch nicht klar ist, wo die Prämie beantragt werden kann. Die Regierung hatte dafür als Datum den kommenden Mail genannt.
Skoda startet stark ins neue Jahr
Stark ins Jahr gestartet ist unter den deutschen Marken dabei Opel: die Rüsselsheimer kamen auf ein Plus von 27,4 Prozent. Der Zulassungsanteil der Stellantis-Tochter liegt damit bei 4,6 Prozent. Zweistellige Zugewinne gab es auch für Porsche (+23,3 Prozent/Anteil 1,5 Prozent), und Mini (+18,1 Prozent/1,4 Prozent).
Einstellig zulegen konnte auch BMW mit einem Plus von 5,4 Prozent und einem Anteil von 8,8 Prozent. Einbußen gab es bei VW (-17,5 Prozent/19,7 Prozent), Ford (-11,1 Prozent/3,5 Prozent), Mercedes (-6,5 Prozent/9,5 Prozent), Smart (-4,9 Prozent/0,2 Prozent) und Audi (-4,0 Prozent/7,2 Prozent). Bei den Importeuren war erneut Skoda am erfolgreichsten. Die VW-Tochter kam auf 18.550 neu zugelassenen Pkw, ein Plus von 12,2 Prozent und ein Zulassungsanteil von 9,6 Prozent.
Die volumenstärkeren Importmarken Fiat (+87,2 Prozent/2,3 Prozent) und Hyundai (+0,1 Prozent/3,2 Prozent) konnten mit mehr als 4.000 Neuzulassungen ein Zulassungsplus verzeichnen.


