Peugeot 508 in doppelter Mission

Zwischen den Klassen

Peugeot 508 in doppelter Mission
Der 508 gibt die Designlinie für den neuen Mittelklassewagen vor © Foto: Peugeot

Peugeot spart auf französisch. Der neue 508 ist der Nachfolger sowohl vom 607 als auch vom 407. Mit einem Hybridantrieb ausgestattet soll der Allradler unter vier Liter Diesel verbrauchen

Von Holger Holzer

Mit großen Limousinen hatten die französischen Automobilhersteller zuletzt keinen richtigen Erfolg. Der neue Peugeot 508 soll das ab Herbst ändern und setzt dabei auf elegantes Design, gute Verarbeitung und zeitgemäße Motoren. Stufenheckmodell und Kombi feiern auf der Autoshow in Paris (2. bis 17. Oktober) Weltpremiere, Anfang 2011 rollen sie zum deutschen Händler.

Mit Design punkten

Die Mission des Neuen ist eine doppelte: Einerseits beerbt er die Mittelklasse-Baureihe 407. Daneben soll er aber auch eine Klasse höher Kunden locken, denn der bisher dort angebotene Peugeot 607 erhält keinen Nachfolger. Bei der Größe reiht sich der Peugeot 508 mit rund 4,80 Metern Länge folgerichtig zwischen seinen Vorgängern ein. Wohin der Weg gehen soll, deutet der Hersteller bereits mit der "5" in der Modellbezeichnung an. Sie lässt vor allem an die Peugeot-Modelle 504 und 505 aus den 60er- bis 90er-Jahren denken, die aufgrund ihres hohen Qualitätsniveaus auch als "Mercedes Frankreichs" bekannt geworden sind.

Punkten soll der 508 bereits auf den ersten Blick mit seinem Design. Das weit aufgerissene Löwenmaul, das jahrelang das Gesicht der Marke prägte, ist verschwunden. Statt dessen gibt es einen klassischen großen Kühlergrill, der von zwei stark geschlitzten Scheinwerfern flankiert wird. An die Motorhaube mit ihrem sanften Schwung schließt sich das Passagierabteil an, dessen Dachlinie zum Heck hin leicht abfällt und in eine breite C-Säule mündet.

Rein elektrisches Fahren möglich

Edles Cockpit Foto: Peugeot

Das hintere Ende der Limousine prägt ein mächtiger Kofferraumdeckel, beim Kombi sorgt eine schräg abfallende Heckklappe für Design-Dynamik. Erste Bilder vom Innenraum zeigen ein edles und aufgeräumtes Cockpit, das ein wenig an die Fahrerarbeitsplätze beim deutschen Premiumhersteller Audi erinnert.

Das Motorenprogramm bestimmen die von der Marke bekannten drehmomentstarken Dieselmotoren, die dank Start-Stopp-Technik mit geringem Normverbrauch aufwarten können. Technisches Highlight ist jedoch der erstmals angebotene Hybridantrieb. Bei der vom Mutterkonzern PSA entwickelten Technik treibt ein Selbstzünder die Vorderräder an, ein Elektromotor ist für die Hinterräder zuständig, so dass der 508 zum Allradler wird. Die Gesamtleistung soll bei 147 kW/200 PS liegen, der Verbrauch unter vier Liter betragen. Über kleine Distanzen ist laut Hersteller sogar rein elektrisches Fahren möglich.

Preise noch nicht bekannt

Breite C-Säule Foto: Peugeot

Mit Limousine und Kombi ist das Programm an Karosserievarianten zunächst komplett. Eine Coupévariante wird es zunächst nicht geben, das aktuelle 407 Coupé läuft weiter. Preise für die neuen Modelle sind noch nicht bekannt. Der Peugeot 407 startet bisher bei 22.890 Euro. (mid)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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