Hamburger stehen auf Autos mit viel Hubraum

Je größer desto besser

Hamburger stehen auf Autos mit viel Hubraum
Die Chevrolet Corvette Stingray kommt erstmals mit Mittelmotor. © Chevrolet

Die Zeiten haben sich geändert. Mittlerweile nimmt angesichts von Downsizing der Hubraum von Autos ab. Dennoch gibt es nach wie vor Kunden, denen die Größe des Motors wichtig ist.

So ist es auch im oberbayerischen Landkreis Starnberg. Dort hat mehr als jedes fünfte Auto einen Motor mit mindestens 2000 Kubikzentimetern Hubraum. Der Anteil von 20,9 Prozent am dort zugelassenen Fahrzeugbestand ist der höchste aller deutschen Zulassungsbezirke, wie Berechnungen der Nachrichtenagentur dpa auf Basis von Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes ergeben haben.


Dahinter folgen der Landkreis München mit 20 Prozent sowie die Stadt Baden-Baden mit 19,3 Prozent.

Auch im Norden liebt man große Motoren

Doch auch im Norden gibt es hohe Anteile, wie Cloppenburg und Nordfriesland auf den Plätzen vier und fünf mit je rund 18,8 Prozent Anteil großer Motoren zeigen. Dahinter folgen Miesbach und München Stadt mit je 18,6 Prozent, Böblingen (17,8), Stuttgart Stadt (17,6) und der Bodenseekreis mit 17,5 Prozent. Bundesweiter Durchschnitt sind 14 Prozent.

Das Schlusslicht im Ranking überrascht auf den ersten Blick, ist es doch die VW-Heimat Wolfsburg mit nur 5,9 Prozent. Dabei dürfte sich aber bemerkbar machen, dass es in Wolfsburg einen ausgesprochen hohen Anteil von auf Firmen – insbesondere VW – zugelassenen Fahrzeugen gibt.

Jüngere Fahrzeuge mit kleinerem Hubraum

Das verzerrt die Statistik, unter anderem weil gerade jüngere Fahrzeuge ihre Leistung inzwischen oft aus kleineren Hubräumen generieren und die Stadt wegen VW einen sehr hohen Elektroautoanteil in den Zulassungen hat. Abgesehen von Wolfsburg, finden sich die niedrigsten Anteile im Erzgebirgskreis mit 9 Prozent sowie in Zwickau und dem Altenburger Land mit je 9,2 Prozent.

Beim Blick auf die Bundesländer sind die Unterschiede geringer: Hier hat Hamburg mit 15,6 Prozent knapp die Nase vorn vor Baden-Württemberg mit 15,5. Dahinter folgen Schleswig-Holstein mit 15,4 und Bayern mit 15,3 Prozent.

Im Mittelfeld finden sich oberhalb des Bundesdurchschnitts noch Bremen mit 14,5 Prozent, Hessen (14,4), Rheinland-Pfalz (14,3) und Berlin (14,2). Knapp unter dem deutschen Mittel liegen Niedersachsen mit 13,8 Prozent, Nordrhein-Westfalen (13,5) und das Saarland (13,0). Dahinter folgen Brandenburg mit 12,3 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern (12,2). Die geringsten Anteile von Autos mit Motoren mit mindestens 2000 Kubikzentimetern Hubraum gibt es in Thüringen (10,4), Sachsen (10,3) und Sachsen-Anhalt mit 10,1 Prozent. (dpa)

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