Günstiger als mit dem Mitsubishi Space Star kommt man kaum zu einem gebrauchten Kleinstwagen. Üppige Ausstattung darf man nicht erwarten.
Als der Mitsubishi Space Star im April 2013 auf den deutschen Markt kam, trat er in Wettbewerb unter anderem zu Citroen C1, Hyundai i10, Fiat Panda, Kia Picanto, Ford Ka oder Skoda Citigo. Als der japanische Kleinstwagen 2024 in Rente ging, gab es dagegen aufgrund von gestiegenen Sicherheitsanforderungen kaum noch Konkurrenten.
Günstige Kleinst- und Kleinwagen leiden oft unter mangelnder Bereitschaft ihrer Eigentümer, das Fahrzeug regelmäßig warten zu lassen. Beim Space Star scheint dies nicht allzu sehr ausgeprägt zu sein. Ganz ohne Kritik durchlaufen die Space Star-Modelle jedoch nicht die Hauptuntersuchungen. Schwachpunkte sind die Beleuchtung sowie bei jüngeren Fahrzeugen die Bremsen. Den Prüfpunkt Fahrwerk absolviert der Japaner in jüngeren Jahren ohne Probleme, die ältesten Jahrgänge werden aber bei Achsfedern und Lenkung auffällig. Die Abgasanlage bereitet keine Probleme, Ölverlust kommt vereinzelt vor.
Interieur einfach und übersichtlich
Der Space Star – nicht zu verwechseln mit dem bis 2004 gebauten Kompaktvan gleichen Namens – ist 3,71 Meter kurz und 1,67 Meter breit. Der Fünftürer bietet angesichts der knappen Maße vergleichsweise gute Platzverhältnisse und viele Ablagen. Das Kofferraumvolumen variiert je nach Stellung der Rücksitzlehnen zwischen 235 und 912 Litern, beim Umklappen der Lehnen entsteht allerdings eine Stufe. Das Interieur ist einfach und übersichtlich; in den höheren Ausstattungslinien kaschieren Klavierlackverzierungen und chromfarbene Applikationen die tristen Kunststofflandschaften. Erstkäufer, die sich für einen der farbintensiven Lacke entschieden hatten, freuten sich zudem über die entsprechenden Farbakzente auf Sitzen und Türarmlehnen.
2016 und 2020 erhielt der Space Star ein Facelift. Sie brachten unter anderem jeweils eine Modifizierung der Frontgestaltung sowie der Scheinwerfer, ab 2020 streckt sich der Japaner dank der seitdem etwas längeren Motorhaube auf eine Länge von 3,85 Metern. Die Facelifts brachten zudem Verbesserungen bei der Innenraumgestaltung, bei der Polsterqualität und beim Infotainment.
Sparsame Dreizylinder
Zum Markstart gab es zwei Dreizylinder-Motoren, einen 1,0-Liter- mit 71 PS sowie einen 1,2-Liter mit 80 PS. Beide Sauger bedürfen fleißiger Schaltarbeit, um auf Touren zu kommen. Ab Werk wurden sie mit einem manuellen Fünfganggetriebe ausgeliefert, für den 1.2er stand ein CVT-Getriebe zur Wahl. Der 71-PS-Motor konnte zudem auch mit einer Start-Stopp-Automatik geordert werden, Serie beim 80 PS-Aggregat. Die Normverbräuche gab Mitsubishi mit Werten zwischen 4,0 und 4,4 Litern an. 2021 schickten die Japaner den Einstiegsbenziner in Rente, der 1.2er leistete seit dem 71 PS.
Keine Klimaanlage, kein Radio, kein höhenverstellbarer Fahrersitz und keine Zentralverriegelung: Zum offiziellen Basispreis von knapp 9.000 Euro sprach der Space Star bei seinem Debüt Frugalisten sowie Pflege- und Lieferdienste an. Erst ab „Shine“ bzw. „Plus“ waren die erwähnten Ausstattungsdetails an Bord. Darüber hinaus gab es noch Sitzheizung, bis zu 15 Zoll große Alufelgen sowie elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel. Die Ausstattung mit Assistenzsystemen beschränkte sich auf die gesetzlichen Vorgaben. Die Preise für Gberauchtwagen starten bei rund 1.600 Euro. (SP-X)


