Das US-Ridehailing-Unternehmen Lyft und der chinesische Tech-Gigant Baidu bündeln ihre Kräfte. Ziel ist es, ab 2026 Robotaxis auf den europäischen Markt zu bringen.
Wer macht das Rennen: Erst vor ein paar Wochen hat die Volkswagen-Tochter Moia ein serienreifes Robotaxi vorgestellt. Der autonom fahrende Kleinbus auf Basis des elektrischen VW ID.Buzz soll bis 2026 auf der Straße sein und bis zu vier Passagiere und Gepäck transportieren. Für die Orientierung nutzt das der ID.Buzz AD 27 Sensoren, darunter Lidar, Radar und Kamera. Außerdem wird die Fahrt durch einen menschlichen Fahrer fernüberwacht.
Nun hat das Mobilitätsunternehmen Lyft aus den USA und der chinesische Technologiekonzern Baidu eine strategische Partnerschaft geschlossen, um autonome Fahrzeuge in Europa auf die Straße zu bringen. Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen soll das Robotaxi-Angebot ab 2026 zunächst in Deutschland und dem Vereinigten Königreich starten. In den Folgejahren ist eine rasche Skalierung in weitere europäische Märkte geplant.
Fahrzeuge kommen aus Apollo-Go-Programm
Zum Einsatz kommen dabei autonome Fahrzeuge der neuesten Generation aus Baidus Apollo-Go-Programm, das inzwischen mehr als elf Millionen Fahrten weltweit absolviert hat. Durch die Integration der Apollo-Go-Technologie in das Lyft-Ökosystem sollen Fahrgästen sichere, verlässliche und nachhaltige Mobilitätserlebnisse geboten werden. Lyft wird die Fahrzeuge über seine Plattform bereitstellen und die operative Verantwortung für deren Einsatz übernehmen.
Die Zusammenarbeit basiert auf Lyfts bestehender Präsenz in Europa, insbesondere durch die Tochtergesellschaft Freenow, die aktuell in neun Ländern sowie in über 180 Städten in Deutschland und dem Vereinigten Königreich aktiv ist. Beide Unternehmen betonen die enge Zusammenarbeit mit lokalen Regulierungsbehörden und sehen die Partnerschaft als wegweisend für die Etablierung autonomer Mobilität in Europa. (AG/SP-X)



