Lindner wird Vize-Chef bei Autohandelskonzern

Lindner wird Vize-Chef bei Autohandelskonzern
Christian Linder wechselt in die Autobranche zur Autoland AG. © dpa

Ex-Finanzminister Christian Lindner hat einen neuen Job. Nach dem Ausscheiden der FDP aus dem Bundestag wird der 46-Jährige stellvertretender Vorstandschef der Autoland AG.

Der frühere FDP-Chef und Finanzminister Christian Lindner wird zukünftig in der Autobranche tätig sein. Ab Januar wird Lindner stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Autoland AG, wie das Unternehmen mitteilte.

„Der Mittelstand hat mich immer beeindruckt. Früher habe ich mich für
gute Rahmenbedingungen eingesetzt. Heute will ich selbst dort
arbeiten, wo das Herz der deutschen Wirtschaft schlägt. Dass es die
Autobranche ist, wird niemanden überraschen, der meine persönlichen
Leidenschaften kennt“, sagte Lindner in einer Mitteilung des Unternehmens. „Für mich ist individuelle Mobilität eine Frage der Freiheit. Deshalb darf das Auto nicht zum Luxusgut für wenige werden, sondern muss für viele Menschen bezahlbar bleiben. Das ist
die Mission von Autoland und meine.“

Autoland hat 1500 Mitarbeiter

Autoland AG ist nach eigenen Angaben der größte markenunabhängige Automobilhandelskonzern Deutschlands. Die Firma beschäftigt rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an über 30 Standorten und ist überwiegend in Ostdeutschland tätig. Zukünftig will man seine Geschäfte auf ganz Deutschland ausweiten, heißt es. Die Firmenzentrale liegt in Sandersdorf-Brehna in Sachsen-Anhalt.

Gegründet wurde die Autoland AG 1978 von Wilfried Wilhelm Anclam. „Autoland wächst stark. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die Führung meines Unternehmens für die Zukunft größer aufzustellen. Christian Lindner ist einer der profiliertesten Verfechter der
individuellen Mobilität. Und er ist ein Macher“, so Anclam. „Mit ihm steigern wir die Bekanntheit und Reputation unseres Unternehmens in höchstem Maße“, ist der Firmengründer überzeugt.

Das Bundeskabinett hatte bereits im Oktober über Genehmigungen befunden, die wegen Lindners Karenzzeit nötig waren. So zieht der 46-Jährige unter anderem als unabhängiges Mitglied in das Shareholder-Board des digitalen Personaldienstleisters Stepstone Group ein, einer gemeinsamen Beteiligung des Private-Equity-Fonds KKR und der Axel Springer SE. Aus Lindners Umfeld war bekanntgeworden, dass er Genehmigungen für dieses und weitere Mandate beantragt hatte. (mit dpa)

Keine Beiträge vorhanden