Lichttest: Jedes dritte Auto mit Mängeln

Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer

Lichttest: Jedes dritte Auto mit Mängeln
Im Nebel nur mit Abblendlicht fahren © GTÜ

Jedes dritte Auto in Deutschland weist Probleme mit dem Licht auf. Das ergab der Lichttest der Deutschen Verkehrswacht und des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes.

In Deutschland weist jedes dritte Auto Mängel an der Lichtanlage auf. Wie der gemeinsam durchgeführte Lichttest 2014 des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) und der Deutschen Verkehrswacht (DVW) ergab, wiesen etwa 46.600 von insgesamt 141.600 Tests Mängel an der Lichtanlage auf. Das entspricht einem Prozentsatz von 32,9 Prozent. Im Vorjahr hatte die Mängelquote noch bei 35,2 Prozent gelegen.

Bei 10,4 Prozent aller untersuchten Fahrzeuge waren die Scheinwerfer zu hoch eingestellt. Im Vergleich zum Vorjahr blieb mit 8,6 Prozent auch die Zahl der Fahrzeuge, bei denen die hintere Beleuchtung nicht ordnungsgemäß funktioniert hat. Bei 0,3 Prozent der Autos waren beide Hauptscheinwerfer komplett ausgefallen, bei 7,8 Prozent war nur ein Hauptscheinwerfer in Ordnung.

Gegenverkehr wird geblendet

„Zu hoch eingestellte Scheinwerfer blenden den Gegenverkehr, zu niedrig eingestellte leuchten die Straße unzureichend aus. Noch gravierender ist die Gefährdung bei komplett ausgefallenen Lichtern – diese Fahrzeuge werden schlichtweg nicht gesehen“, sagte DVW-Präsident Kurt Bodewig. „Es ist nicht hinzunehmen, dass rund jede dritte Fahrzeugbeleuchtung, die in die Statistik einfließt, mangelhaft ist.“

Ähnlich äußerte sich auch ZDK-Präsident Jürgen Karpinski. „Den Licht-Test gibt es seit nunmehr 58 Jahren und dennoch ist keine Besserung der Mängelquote zu verzeichnen. Dies ist alarmierend. Jeder Autofahrer sollte seine Beleuchtungsanlage regelmäßig überprüfen und Mängel sofort beheben lassen.“ Vergleicht man die Bundesländer untereinander, dann schnitt Brandenburg am besten ab: Hier waren 22,6 Prozent der Autos mangelhaft. Dahinter folgt Sachsen-Anhalt mit einer Mängelquote von 23,4 Prozent. Am unteren Ende der Skala liegen Hamburg mit einer Quote von 39,2 Prozent und Nordrhein-Westfalen mit 38,9 Prozent. (AG)

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