Leapmotor plant für 2026 mit einem fünfstelligen Absatz. Im Podcast der Autogazette spricht Deutschlandchef Martin Resch u.a. über den Ausbau des Portfolios, nachhaltiges Wachstum und die Sinnhaftigkeit eines Range Extenders.
Der chinesische Hersteller Leapmotor kommt nach den ersten elf Monaten des Jahres nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) auf 6.429 Zulassungen. Erreicht hat die Marke dieses Ergebnis vor allem mit zwei Modellen: dem T03 und dem C10. Der B10 als drittes Modell der Chinesen ist erst seit September erhältlich. Entsprechend weist die Zulassungsstatistik für ihn per November nur 258 Einheiten aus.
Mit den bisherigen Zulassungszahlen einen Monat vor Ablauf des Jahres zeigt sich der Deutschlandchef von Leapmotor, Martin Resch, im Podcast der Autogazette zufrieden. „Wir hatten uns zum Jahresbeginn eine mittlere vierstellige Zulassungszahl vorgenommen. Das werden wir erreichen.“
Erstmals mehr als 1000 Neuzulassungen
Zudem hätte man im November erstmals etwas mehr als 1000 Neuzulassungen zu verzeichnen gehabt. Es sei eine Marke gewesen, die man in diesem Jahr auch einmal erreichen wollte. Wie Resch sagte, habe sich Leapmotor für ein nachhaltiges Geschäftsmodell entschieden. Deshalb legt man seinen Fokus nicht auf kurzfristige Zulassungen und Kanäle, die die Restwerte negativ beeinflussen. Man setzt auf nachhaltiges Wachstum.
Mit Blick auf das steigende Modellangebot zeigt sich der Deutschlandchef zuversichtlich, dass man im kommenden Jahr ein fünfstelliges Zulassungsergebnis erreicht. So wird in 2026 das Portfolio nicht nur durch den B05 ergänzt, sondern dann wir auch der B10 sein volles Potenzial entfalten. Zugleich steht der B03 in den Startlöchern. Resch bezeichnet den B10 zugleich als wichtigstes Modell der Marke für die nächsten Jahre. So sei der B10 nicht nur im volumenträchtigen C-SUV-Segment unterwegs, sondern böte auch mit Blick auf die Total-Cost-of-Ownership ein attraktives Angebot. Neben dem Einstiegspreis von rund 30.000 Euro zeichne sich der B10 auch durch seine günstige Versicherungseinstufung mit der Vollkasko 22 aus. „Das ist im Marktumfeld schon sehr gut.“ Zudem hätte der B10 gerade auch von Euro NCAP bei der Sicherheit die Höchstwertung von fünf Sternen erhalten. Mit dem B10 hätte man ein überzeugendes Gesamtpaket geschnürt, weshalb dieses Fahrzeug mittelfristig zum meistverkauftem im Portfolio werden wird.
Gleich auf Händlernetz gesetzt
Im Gegensatz zu vielen anderen chinesischen Herstellern war Leapmotor bei seiner „Go-Market-Strategie“ klar, dass man auf ein Händlernetz setzt. So wie der Händler dem Hersteller vertrauen muss, muss auch der Kunde seinem Händler vertrauen. „Und das ist im Regelfall der lokale Händler.“ Dabei profitiert Leapmotor vom Joint Venture mit dem Stellantis-Konzern und dessen Händlernetz mit seinen verschiedenen Marken wie beispielsweise Opel, Citroen, Peugeot oder Fiat. Über alle Stellantis-Marken hinweg komme man in Deutschland auf über 1100 Vertriebsstandorte. Leapmotor hat derzeit bundesweit über 120 Händler. Damit komme man in der Netzplanung auf eine Abdeckung von 75 Prozent. Damit sieht Resch die Marke auch angesichts des derzeitigen Absatzes gut aufgestellt. Man besitze angesichts der Vertriebsstandorte von Leapmotor aber ausreichend Potenzial für ein weienteren Ausbau, der würde aber von der weiteren Volumenentwicklung abhängig gemacht.
Dass Leapmotor als Herstellers mit einem Fokus auf Elektroautos den C10 auch mit einem Range Extender anbietet, ist für Resch sinnvoll. „Wir sehen, dass es eine notwendige Brückentechnologie ist, die von den Kunden nachgefragt wird.“ Man sehe, dass es nach wie vor in Teilen Europas als auch in Deutschland noch eine unzureichende Ladeinfrastruktur gibt, deshalb mache die Technologie derzeit Sinn, die zugleich Vorteile gegenüber konventionellen Plug-in-Hybriden bietet.


