Die Zahl der Ladepunkte nimmt zu. Zum 1. Januar gab es bundesweit rund 194.000 Ladepunkte. Nutzer kritisieren indes die fehlende Preistransparenz.
Die öffentliche E-Auto-Ladeinfrastruktur ist im vergangenen Jahr gewachsen. Wie die Bundesnetzagentur mitteilt, waren zum Stichtag 1. Januar bundesweit 193.985 Ladepunkte am Netz. Das sind rund 17,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die verfügbare Ladeleistung erhöhte sich im Jahresvergleich um knapp 29 Prozent auf 8.095.922 kW.
Starker Zuwachs an Schnellladern
Der Zuwachs fiel bei Schnellladepunkten besonders kräftig aus: Deren Zahl erhöhte sich innerhalb des Jahres von 36.652 auf 48.729 – ein Anstieg um 33 Prozent. Ein besonders starkes Plus gab es bei den sehr leistungsfähigen HPC-Ladepunkte oberhalb von 299 kW: Ihr Bestand stieg innerhalb eines Jahres von 11.596 auf 16.406, ein Plus von rund 41,5 Prozent. Der Anteil der schnellen und ultraschnellen Ladepunkte am gesamten Ladeangebot stieg damit von 22 auf 25 Prozent.
In Deutschland sind aktuell rund zwei Millionen E-Autos zugelassen. Hinzu kommen rund eine Million Plug-in-Hybride, die allerdings häufig nicht über einen Schnellladeanschluss verfügen und somit auf Normalladepunkte angewiesen sind.
Kritik an fehlender Preistransparenz
Die fehlende Preistransparenz ist für E-Autofahrer indes nach wie vor das größte Ärgernis beim Bezahlen an der Ladesäule. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Uscale kritisierten 28 Prozent der Befragten die Situation als „wirklich ärgerlich“, weiter 35 Prozent halten Verbesserungen für nötig. Weniger kritisch sehen die Befragten die Auswahl bei den Bezahlmöglichkeiten: Sie wird nur von 13 Prozent als ärgerlich und von 41 Prozent als verbesserungswürdig empfunden. Bei der Bedienung liegt die Quote der Kritiker bei 10 Prozent beziehungsweise 38 Prozent.
Probleme mit der Preistransparenz gibt es vor allem beim Laden per RFID-Karte. Sie wird von rund 70 Prozent der Befragten regelmäßig genutzt, wie die Umfrage ergeben hat. Per App laden 77 Prozent – in diesen Fällen ist der Preis vor dem Laden auf dem Smartphone ersichtlich. Gleiches gilt beim Ad-hoc-Laden, dem spontanen Laden ohne Vertrag, das 55 Prozent regelmäßig nutzen. (FM/SP-X)

