Stiftung Warentest: EnBW mit bester Ladesäulen-App

Stiftung Warentest: EnBW mit bester Ladesäulen-App
Die EnBW mobility+ App konnte die Tester von Stiftung Warentest am meisten überzeugen. © EnBW

Wer ein Elektroauto fährt, der muss wissen, wo sich die nächste Ladestation befindet. Die Stiftung Warentest hat nun zehn Lade-Apps getestet.

Wie wichtig eine gut funktionierende Lade-App ist, dass weiß jeder E-Autofahrer, der auch mal längere Strecken zurücklegt. Neigt sich der Füllstand des Akkus dem Ende entgegen, braucht man eine verlässliche Information, wo sich die nächste Station befindet und vor allem, mit welcher Leistung und zu welchem Preis man dort laden kann.


Denn von den Ladesäulen gibt es viel weniger als von den Zapfsäulen an der Tankstelle. Die Bundesnetzagentur meldet nach Angaben von der Zeitschrift «test» der Stiftung Warentest insgesamt mehr als 56.600 Ladepunkte in Deutschland. Wenn dort aber jemand schon sein E-Auto auflädt, kann die Ladesäule stundenlang besetzt sein. Denn beim Strom dauert das Tanken viel länger als beim Benzin.

Apps meist kostenlos

In der Regel sind sie kostenlos in den App-Stores von Apple und Google erhältlich. Doch nicht alle Apps zeigen den Standort und die Verfügbarkeit zuverlässig an. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung in der aktuellen Zeitschrift «test» (05/2022).

Von zehn getesteten Apps – jeweils für Android und iOS – bekamen nur sechs die Note «gut». Am hilfreichsten war nach Angaben der Stiftung Warentest EnBW mobility+, die beim Datenschutz besonders punktet, Die EnBW-App schneidet in allen Prüfpunkten gut oder sogar sehr gut ab. Überzeugen konnten auch die Apps von Nextcharge und eCharge+, die gezielt kostenlose Säulen etwa von Supermärkten suchen, und dank Filterfunktion viele finden.

Aufladen bei Fremdanbietern oft möglich

Immerhin: Viele Anbieter ermöglichen ihren Kunden, Säulen von anderen Betreibern mit zu nutzen – ohne dass sie dafür einen extra Vertrag abschließen müssen. Manche Apps erheben dafür keine Zusatzgebühren. Bei anderen Anbietern kostet der Service. Meist fallen dann einige Cent pro Kilowattstunde an. Es kann aber auch deutlich teurer werden. Beispielsweise dann, wenn man als Ad-hoc-Lader an einer Schnellladestation von Ionity Halt macht. Dann muss man dort für die Kilowattstunden 79 Cent zahlen. EnBW weist seine Nutzer in der App indes über diese erhöhten Preise hin.

Kritisch bewerteten die Tester, dass einige Apps beim Datenschutz schlecht abschnitten. Und mit zwei Apps konnten die Tester die E-Autos nicht direkt aufladen. Schlusslichter im Test waren übrigens die Apps von Ionity und PlugShare. In beiden Versionen erzielten sie nur ein ausreichend. So klappte beispielsweise bei Plug-Share das laden nicht. (FM/dpa)

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