eMobility Deutschland: Ladeinfrastruktur voranbringen

Podcast der Autogazette

eMobility Deutschland: Ladeinfrastruktur voranbringen
Schnellladestationen von Aral Pulse. © Aral

«eMobility Deutschland» will die Ladeinfrastruktur in Deutschland voranbringen. Im Podcast der Autogazette sprechen wir darüber mit den Vorstandsmitgliedern Linda Boll und Alexander Junge.

Die Ladeinfrastruktur entscheidet mit über den Erfolg der Elektromobilität. Mit «eMobility Deutschland» gibt es seit Ende des vergangenen Jahres nun eine Allianz aus Ladesäulenbetreibern und Herstellern von Ladesäulen.

„Wir wollen konstruktive Vorschläge machen, was es braucht, um die Ladeinfrastruktur in Deutschland voranzubringen“, sagte die Vorstandsvorsitzende von «eMobility Deutschland», Linda Boll, im Podcast der Autogazette. Für Boll, zugleich Deutschlandchefin von Fastned, ist die Ladeinfrastruktur das „Rückgrat der Mobilitätswende“. In der Vergangenheit sei zwar viel über die Ladeinfrastruktur in Deutschland gesprochen worden, aber zu wenig mit den Betreibern der Ladeinfrastruktur, so die Managerin.

Beschleunigte Genehmigungsverfahren als Ziel

Wie Alexander Junge als ihr Stellvertreter hinzufügte, hätte es in Deutschland bisher keine Stimme gegeben, „die so viele Ladepunkt-Betreiber und Hardwarehersteller vereint“. Diese Lücke hätte man nun geschlossen, so Junge, der das Geschäft von Aral Pulse verantwortet. Zu den Gründungsmitgliedern von «eMobility Deutschland» gehören neben Aral Pulse und Fastned zudem Ionity, Shell, Electra, Engie Vianeo, ABB und Alpitronic.

Zu den Zielen, für die sich der Verein in Zukunft unter anderem einsetzen will, gehören ein beschleunigtes Genehmigungsverfahren und Bürokratieabbau. „Es reicht nicht aus, dass die Privatwirtschaft in hohem Maße investitionsbereit ist“, sagte Junge. Vielmehr müsste diese Investitionsbereitschaft „durch schlanke Genehmigungsprozesse“ unterstützt werden, „damit die PS auch schnell auf die Straße kommen“.

In diesem Zusammenhang würde man sich für eine transparente Vergabepraxis einsetzen, damit alle Ladeinfrastruktur-Betreiber die gleichen Chancen hätten, um an attraktive Flächen, vor allen Dingen im städtischen Bereich, zu kommen, fügte Junge hinzu. Daneben sei eine Beschleunigung bei den Netzanschlüssen wichtig. „Wir als Ladepunkt-Betreiber warten oftmals bis zu zwei Jahre, in seltenen Fällen sogar noch länger auf Netzanschlüsse“, so Junge. „Der rasche Hochlauf der Ladeinfrastruktur muss durch schnelleres Tempo bei den Netzanschlüssen ermöglich werden.“

Keine Beiträge vorhanden