Das Laden eines Elektroautos ist an der heimischen Wallbox am günstigsten. Doch auch an den öffentlichen Stationen bestehen Kostenvorteile.
Elektroautos sind im Alltag beim „Tanken“ oft deutlich günstiger als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Das gilt vor allem, wenn zu Hause geladen wird, wie eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox zeigt. Dann kann der Kostenvorteil für die Stromer mehr als 50 Prozent betragen.
Für E-Autos der Mittel- und Oberklasse ermittelte das Portal bei Heimladung Antriebskosten in Höhe von durchschnittlich 5,86 Euro je 100 Kilometer. Benziner kamen auf 13,34 Euro, Diesel auf 8,38 Euro. Bei Klein- und Kompaktwagen fiel der Abstand etwas geringer aus, blieb aber bestehen: E-Autos fuhren demnach gegenüber Benzinern rund 45 Prozent und gegenüber Diesel-Pkw 29 Prozent günstiger. Zugrunde gelegt wurden jeweils Diesel- und Benzinpreise nach einer ADAC-Statistik, beim Strom der durchschnittliche Haushaltspreis von 34,76 Cent.
Öffentliches Laden teurer
Lädt man nicht zuhause, schmilzt der Vorteil: Bei Normalladung an öffentlichen Säulen stiegen die Kosten für 100 elektrische Kilometer auf 8,77 Euro, bei Schnellladung auf 10,12 Euro. Grundlage ist ein durchschnittlicher Strompreis von 52 Cent (AC) beziehungsweise 60 Cent (DC). Als Verbrauch zieht die Berechnung den Durchschnitt der offiziellen WLTP-Verbrauchswerte auf 100 Kilometern heran – bei E-Autos sind das 15,9 kWh, bei Benzinern 6 Liter und beim Diesel 4,8 Liter.
Grundlage der Rechnung sind durchschnittliche WLTP-Verbrauchswerte. In der Mittel- und Oberklasse werden 16,86 kWh/100 km für das E-Auto sowie 7,9 l/100 km für Benziner und 5,2 l/100 km für Diesel angesetzt. Bei Klein- und Kompaktwagen sind es 15,9 kWh, 6,0 Liter und 4,8 Liter. Doch auch an öffenlichen Ladern kann gespart werden. Beispielsweise durch Preisvergleich oder auch durch das Laden bei einem Baumarkt oder Discounter. Teilweise gibt es hier attraktive Konditionen und bisweilen sogar kostenlosen Strom. (SP-X)

