Eine lange Reise mit Kindern kann herausfordernd sein – für Erwachsene und für die Kids. Gute Vorbereitung kann da nicht schaden.
Bevor es überhaupt losgeht, sollte das Auto gründlich gecheckt, vollgetankt und vollgeladen sein. Ausweise, Vignetten und Buchungsbestätigungen fürs Hotel liegen bereit – dazu eine Reiseapotheke, die unter anderem Mittel gegen Übelkeit und Sonnenschutzcreme beinhaltet. Entspannend wirkt auch, sich schon vor Abfahrt mit der Route vertraut zu machen. Wie sehen mögliche Ausweichrouten aus? Wo stehen Ladesäulen? Wo verfügen Rasthöfe über kindgerechte Spielplätze? Geht es ins Ausland, ist es ratsam, sich mit den dortigen Verkehrsregeln vertraut zu machen.
Beim Beladen gehören schwere Stücke möglichst weit nach unten. Warndreieck, Verbandkasten und Warnwesten müssen griffbereit liegen. Im Innenraum verstaut man – ebenfalls griffbereit – Getränke, Essen, Spielsachen und Ladekabel für Smartphones und elektronische Geräte. Außerdem ist es ratsam, das Lieblingskuscheltier oder Schmusetuch zur Hand zu haben. Auch Windeln und Wechselkleidung für die lieben Kleinen sollten nicht in den Tiefen des Kofferraums liegen.
Nicht gleich zu Ferienbeginn fahren
Wer die Wahl hat, vermeidet, direkt zu Beginn der Schulferien in den Urlaub zu fahren. Statistisch gesehen sind Dienstag und Mittwoch die verkehrsärmsten Tage während der Feriensaison. Mit kleinen Kindern kann es vorteilhaft sein, abends loszufahren. Dann sind die Kids im Idealfall müde und schlafen. Allerdings gestaltet sich die Nachtfahrt für die Erwachsenen meist anspruchsvoller als eine Fahrt tagsüber. Übrigens: Kinder unter 12 Jahren oder unter einer Körperlänge von 1,50 Metern müssen auf alters- und größengerechten Sitzen Platz nehmen.
Wer kennt es nicht. Kaum hat man die heimische Einfahrt verlassen, tönt es aus dem Fond: „Wann sind wir endlich da?“ Kinder haben ein anderes Zeitgefühl als Erwachsene, ihre Aufmerksamkeitsspanne ist geringer, und sie sind daher schnell gelangweilt. Spiele – gemeinsam oder jeder für sich – sind eine gute Ablenkung. Regelmäßige Pausenstopps tun Groß und Klein gut. Und da wäre noch eine weitere berühmt-berüchtigte Ansage aus dem Fond: „Ich muss mal!“ Diese kommt regelmäßig, wenn man gerade die Abfahrt zu einem Rastplatz passiert hat oder im Stau steht, und treibt den Stresslevel der Erwachsenen sofort hoch. Hier helfen nur heitere Gelassenheit und für alle Fälle genügend Wechselkleidung. So tiefenentspannt sollte der Weg zum Ferienziel schon Teil des Urlaubsgefühls sein. (SP-X)



