Kinder gehören zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern. Sind sie auf dem Rad unterwegs, verfügen 40 Prozent der Sieben- bis Neunjährigen nicht über die Grundtechniken.
Vier von zehn Kindern im Alter von sieben bis neun Jahren beherrschen wichtige Techniken für das sichere Radfahren nicht. Nach Einschätzung ihrer Eltern können 38 Prozent weder zuverlässig den Schulterblick ausführen noch sicher einhändig fahren und eindeutige Handzeichen geben, wie aus einer Umfrage der ADAC Stiftung hervorgeht.
Zwar können 96 Prozent der Kinder zwischen vier und zwölf Jahren grundsätzlich Fahrrad fahren, vielen fehlen jedoch grundsätzliche Fähigkeiten. Schwierigkeiten machen insbesondere Anfahren, Abbiegen und das Überqueren von Kreuzungen. Auch bei den Zehn- bis Zwölfjährigen, die meist bereits an der schulischen Radfahrausbildung teilgenommen haben, weist laut Eltern mehr als jedes fünfte Kind Defizite auf.
Eltern sehen sich in Verantwortung
Die Mehrheit der Eltern sieht sich bei der Verkehrserziehung selbst in der Verantwortung. 52 Prozent betrachten es vor allem als eigene Aufgabe, den Kindern sicheres Verhalten beizubringen. Weitere 36 Prozent sehen Elternhaus und Schule gleichermaßen in der Pflicht. Lediglich rund jeder Zehnte ordnet die Verantwortung in erster Linie der Schule zu.
Die ADAC Stiftung empfiehlt, mit Kindern regelmäßig in einem geschützten Umfeld zu üben. Dabei sollten unter anderem sicheres Bremsen, das Fahren mit einer Hand, Schulterblick und Handzeichen trainiert werden. Die Ferien böten sich dafür besonders an, bevor die Kinder zum Schulbeginn wieder häufiger im Straßenverkehr unterwegs seien. 2025 starben in Deutschland 74 Kinder unter 15 Jahren bei Verkehrsunfällen, 13 von ihnen waren mit dem Fahrrad unterwegs. Rund 29.200 Kinder wurden verletzt. (SP-X)





