Kia Sportage: Komfortabel und effizient als Hybrid

Kia Sportage: Komfortabel und effizient als Hybrid
Der Kia Sportage wird auch als Hybrid angeboten. © Thorsten Weigl/Kia

Der Kia Sportage ist für den koreanischen Hersteller ein Bestseller. Damit das so bleibt, bekommt er jetzt ein Facelift. Es wird auch weiter einen Diesel geben.

Der Kia Sportage ist bei den Koreaner ein Bestseller. Seit seinem Marktstart im Jahr 1993 hat sich das Modell weltweit mehr als sieben Millionen Mal verkauft. Damit ist er die unangefochtene Nummer eins im Modellprogramm. In Deutschland entschieden sich seither über 230.000 Kundinnen und Kunden für das SUV. Damit die Erfolgsgeschichte anhält, spendiert der Hersteller dem Sportage nun eine Modellpflege.

Dabei bleibt Kia seinen Tugenden treu – und bedient mit diesem Modell auch Traditionalisten. In Zeiten, in denen der Markt hart umkämpft ist, buhlt man um jeden Kunden, will niemanden verprellen. Entsprechend verwundert es nicht, dass der Sportage neben diversen Benzinern auch als Diesel angeboten wird. Ein rein elektrisches Modell wird es von ihm nicht gegeben. Wenn es um einen elektrifizierten Antriebsstrang gibt, müssen sich die Kundinnen und Kunden mit einem Hybrid und einem Plug-in-Hybrid begnügen, der jedoch erst später kommen wird.

Geringfügige optische Modifikationen

Der Kia Sportage bietet einen aufgeräumten Innenraum. Foto: Thorsten Weigl/Kia

Wer rein elektrisch unterwegs sein will, dem bieten die Koreaner momentan mit dem EV3, EV6 und EV9 drei Modelle. Sie machen mittlerweile einen Anteil von fast 25 Prozent am Gesamtabsatz aus. Damit liegt Kia über dem Marktdurchschnitt, der derzeit bei knapp über 18 Prozent liegt. In den kommenden Monaten werden der EV4 und der EV5 die Modellpalette bei den batterie-elektrischen Modellen komplettieren. Doch bevor das E-Angebot weiter ausgebaut wird, kommt erst einmal der Sportage.

Und der verfügt nach der Modellpflege an der Front unter anderem über neue Tagfahrleuchten, Stoßfänger und einen neuen Kühlergrill. Während es seitlich neue Beplankungen gibt, weist auch das Heck neue Leuchten auf. Daneben können sich Kundinnen und Kunden über weitere Neuerungen im geräumigen Innenraum freuen. So gibt es nun nicht nur ein besseres Infotainmentsystem samt zweier 12,3 Zoll großer Displays, sondern auch eine neue Navigation.

Der Sportage-Fahrer darf sich über eine deutliche Verbesserung der Konnektivität freuen. So ist nun nicht nur möglich, kabellos Apple CarPlay und Android Auto zu nutzen, sondern es gibt auch In-Car-Payment (beispielsweise für das Parken), wie Produktmanager Matthias Troge sagte. Zu den Neuerungen gehört ferner ein KI-Assistent, der die Sprachsteuerung ergänzt. Geöffnet werden kann der Sportage zudem schlüssellos per Smartphone. Überarbeitet wurden auch die Fahrassistenten, die nun allesamt auf dem neusten Stand aktueller Kia-Modelle sind.

Unter Last lauter als erwartet

Kommen wir zum Antrieb. So weisen die überarbeiteten Motoren beim 1.6 Liter-Benziner mit Frontantrieb eine Leistung von 150 PS auf, während der Allradantrieb 180 PS und der Diesel 136 PS leistet. Der von uns gefahrene Hybrid kommt auf eine Leistung von 239 PS. Er ist sowohl als Fronttriebler als auch als Allrad zu bekommen. Er kombiniert den 180 PS-Antrieb mit einer 64 PS großen E-Maschine. So motorisiert ermöglicht der Sportage Hybrid (ab 38.990 Euro) ein durchaus sportliches Fahren. Das Drehmoment liegt bei 280 Nm an, den Sprint von 0 auf 100 km/h legt er in flotten 7,9 Sekunden zurück, die Spitzengeschwindigkeit ist bei 196 km/h erreicht.

Wie bei Hybriden üblich, legt der Sportage mit diesem Antrieb große Strecken in der Stadt zumeist elektrisch zurück. Allerdings agiert der Sportage 1.6 Liter Vierzylinder-Vollhybrid beim Anfahren und der Beschleunigung auf der Autobahn mit seiner sonst gut abgestimmten Sechsgang-Automatik lauter als erwartet. Da geben sich mit Blick auf die Geräuschentwicklung Konkurrenzmodellen zurückhaltender.

Effizienter Verbrauch

Zu den Neuerungen gehören auch neue RAücklichter am Kia Sportage. Foto: Thorsten Weigl/Kia

Wie dem auch sei: Bei den Testfahrten hinterlässt der Sportage einen am Ende überzeugenden Eindruck. Das Fahrwerk ist straff, aber dennoch komfortabel genug, um so auch längere Strecken entspannt zurückzulegen. Mit seinem Radstand von 2,68 Meter (bei einer Gesamtlänge von 4,54 Meter) liegt der Sportage satt auf der Straße, vermittelt auch bei schnell gefahrenen Kurven einen souveränen Eindruck.

Und der Verbrauch? Der soll bei sechs Litern liegen, bei den Testfahrten haben wir diesen Wert sogar noch unterboten: am Ende zeigte der Bordcomputer 5,3 Liter/100 km an. Ein guter Wert für ein Auto mit diesen Dimensionen. Der Kofferraum bietet übrigens ein Fassungsvermögen von 587 Litern. Damit er ausreichend Platz für den Familienurlaub. Die Platzverhältnisse für Fahrer und Beifahrer sind übrigens genauso gut, wie die für die Passagiere auf der Rückbank. Hier können auch Großgewachsene gut und bequem sitzen.

Kia erwartet mit Blick auf die Antriebsversionen, dass sich das Gros der Kundschaft für die 150 PS-Variante (ab 35.190 Euro/ca. 40 Prozent) entscheidet. Beim Hybrid geht man von einem Anteil von 15 bis 20 Prozent aus, wie Produktmanager Troge sagte.

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