Der deutsche Automarkt konnte im August leicht zulegen. Besonders stark zulegen konnten wie in den Vormonaten Elektroautos. Sie machen mittlerweile mehr als 30 Prozent der Neuzulassungen aus.
Immer mehr Kundinnen und Kunden entscheiden sich für ein Elektroauto, Wie aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervorgeht, entfielen im August 32,4 Prozent aller Neuzulassungen auf batterie-elektrische Fahrzeuge (BEVs). Insgesamt wurden im Vormonat 68.930 Neuwagen mit diesem Antrieb neu zugelassen. Das Wachstum liegt damit im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 75,1 Prozent.
Zulegen konnten auch Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid. Sie kommen mit 25.406 Neuzulasszungen auf einen Anteil von 12 Prozent, ein Plus von sechs Prozent. Auf dem Gesamtmarkt wurden über alle Antriebsarten hinweg 212.563 Pkw neu zugelassen. Das sind 2,6 Prozent mehr als im Vergleichsmonat.
ZDK: Fahrzeugverkäufe zu niedrig
„Die August-Zahlen zeigen: Das Elektroauto gewinnt weiter an Dynamik und wird für immer mehr Kunden zur echten Alternative. Der Markt für vollelektrische Fahrzeuge wächst sichtbar – und zwar mit zunehmender Geschwindigkeit“, sagte Thomas Peckruhn, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK).
Dennoch zeigte sich Peckruhn nicht zufrieden mit den August-Zahlen. “E-Mobilität ist nur eine Seite der Medaille. Unsere Branche leidet insgesamt unter zu niedrigen Fahrzeugverkäufen, hohen Kosten und gestiegenen Zinsen”, erklärt Peckruhn. “Das trifft nicht nur die Kunden, sondern auch die Betriebe. Wenn Unternehmen bereits aufgeben müssen, zeigt dies, wie ernst die Lage ist.”
Private Zulassungen steigen
Der Anteil der private Neuzulassungen ist laut KBA im vergangenen Monat um 16,9 Prozent gestiegen. Damit kommen sie auf einen Zulassungsanteil von 40,5 Prozent. Die Neuzulassungen für gewerblich Halter gingen im Vergleich dazu um 5,3 Prozent (Anteil 59,4 Prozent) zurück. Insgesamt wurden in den ersten acht Monaten des Jahres 4,8 Prozent mehr Pkw neu zugelassen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Mit Blick auf die deutschen Marken konnte Smart mit +18,9 Prozent den stärksten prozentualen Zuwachs erzielen. Mit 491 Neuzulassungen kommt die Marke indes nur auf einen Neuzulassungsanteil von 0,2 Prozent. Zugewinne konnten im Vormonat auch die Marken Mercedes (+8,0 Prozent/9,7 Prozent) und BMW (+2,0 Prozent/8,9 Prozent) erreichen. Verluste gab es hingegen für Mini (-0,6 Prozent/1,3 Prozent), Ford (-3,8 Prozent/4,2 Prozent), Opel (-8,7 Prozent/4,7 Prozent), Porsche (-10,0 Prozent/0,7 Prozent), VW (-14,0 Prozent/15,2 Prozent) und Audi (-16,5 Prozent/6,0 Prozent). Besonders viele Rückgänge musste MAN (-51,0 Prozent/0,0 Prozent) verbuchten.
Skoda erfolgreichster Importeur
Nach wie vor auf Erfolgskurs befindet sich bei den Importmarken mit mindestens fünfstelligen Neuzulassungszahlen Skoda. Der tschechische Autobauer war mit 15.526 Pkw die volumenstärkste Marke unter den Importeuren. Im Vormonat bedeutet das ein Plus und einen Marktanteil von jeweils 7,3 Prozent. Dahinter rangiert als zweitvolumenstärkste Marke Seat mit 11.189 Einheiten, was indes einem Minus von 12,1 Prozent entspricht. Der Neuzulassungsanteil bei den Spaniern liegt bei 5,3 Prozent.
Deutliche zweistellige Zuwächse gab es zudem für Kia (6382 Pkw/+32,4/Anteil 3,0 Prozent), BYD (5256 /+371,8 Prozent/2,5 Prozent), Renault (5211/+27,9 Prozent/2,5 Prozent), Peugeot (4817 Pkw/+12,4 Prozent/2,3 Prozent) und Citroen (4.579 Pkw/+13,0 Prozent/2,2 Prozent) und Fiat (4.518 Pkw/+3,2 Prozent/2,1 Prozent). (FM)



