Der Aufwärtstrend bei den Elektroautos setzt sich auch im Juli fort. Sie legten im Vergleich zum Vorjahresmonat um 58 Prozent zu.
Der deutsche Automarkt verzeichnete im Juli 11,1 Prozent mehr Neuzulassungen als im Vorjahresmonat, wie aus den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) vom Dienstag hervorgeht. Danach wurden im Juli 264.802 Pkw neu zugelassen. Nach den ersten sieben Monaten des Jahres liegt der Zulassungsrückgang mit 1,667 Millionen Fahrzeugen bei 2,5 Prozent.
Das Zulassungsplus im Juli hätte jedoch auch an einem Sondereffekt gelegen, so der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK). So seien aufgrund der seit dem 7. Juli geltenden neuen EU-Typgenehmigungen im Juni Neuzulassungen vorgezogen worden, die im Juli im Markt fehlten.
Aufwärtstrend bei Elektroautos
Erfreulich erwiesen sich im Juli auch die Neuzulassungen bei den Elektroautos. Mit 48.614 Pkw legte dieses Antriebsart um 58 Prozent zu. Sie kommt damit auf einen Zulassungsanteil von 18,4 Prozent. Das sind 5,5 Prozent mehr als noch im Juli 2024. Von Januar bis Juli wurden insgesamt 297.340 batterie-elektrische Fahrzeuge (BEVs) neu zugelassen – ein Plus von 38,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Der BEV-Anteil liegt nach sieben Monaten bei 17,8 Prozent, „und damit weiterhin nicht auf dem erforderlichen Niveau zum Erreichen der CO2 Grenzwertziele“, so der VDIK. Von diesem Neuzulassungen entfallen über 39 Prozent auf ausländische Marken.
Ein noch stärkeres Wachstum entfiel auf die Plug-in-Hybride. Von ihnen wurden im Vormonat 27.197 Pkws neu zugelassen, was einem Plus von rund 84 Prozent bei einem Anteil von etwas mehr als zehn Prozent entspricht.
VDIK fordert bessere Rahmenbedingungen
„Wir sehen, dass die Neuzulassungen batterieelektrischer Fahrzeuge von Internationalen Herstellern zulegen. Wir führen den Anstieg auf das deutlich größere Fahrzeugangebot in den Einstiegssegmenten zurück“, sagte VDIK-Präsidentin Imelda Labbé.
Wie sie hinzufügte, seien bezahlbare Fahrzeuge „aber nur eine Seite der Medaille. Damit wir einen nachhaltigen Hochlauf der Elektromobilität erreichen, brauchen wir einen gemeinsamen Plan aller Beteiligten Akteure für förderliche Rahmenbedingungen, der auch die Punkte Ladeinfrastruktur und Strompreise umfasst“, so Labbé.



