E-Prämie besonders für Familien und junge Fahrer interessant

HUK-E-Barometer

E-Prämie besonders für Familien und junge Fahrer interessant
Xpeng ist eine strategische Partnerschaft mit Plugsurfing eingegangen. © Xpeng

Der Umstieg auf ein Elektroauto wird durch die staatliche Elektroauto-Förderung beschleunigt, so die HUK-Coburg. Vor allem junge Fahrer und Familien wechseln auf einen Stromer.

Im ersten Quartal dieses Jahres sind in Deutschland nch Daten des aktuellen HUK-E-Barometers so viele private Autofahrer wie nie zuvor von einem Verbrenner auf ein batterieelektrisches Fahrzeug umgestiegen.

Die neue staatliche Förderung für Elektroautos zeige offenbar schneller Wirkung als erwartet, so der Versicherer. Nach der Erhebung der HUK fällt der Wechsel-Effekt bei jüngeren und preissensiblen Zielgruppen besonders stark aus. Auch Familien mit minderjährigen Kindern reagieren stark auf die neuen Kaufanreize. Gleichzeitig sehen Experten erhebliches zusätzliches Potenzial, wenn die Förderung künftig auch auf gebrauchte Elektroautos ausgeweitet würde.

Starker Anstieg im Vergleich zu 2025

Der Anteil der Umsteiger auf reine Elektroautos liegt im ersten Quartal 2026 bei 7,5 Prozent aller Fahrzeugwechsel. Im Vorquartal hatte die Quote noch 6,3 Prozent betragen. Verglichen mit dem Gesamtjahr 2025 entspricht dies einem Anstieg um mehr als ein Drittel. Besonders dynamisch entwickelte sich der Markt im März: Hier lag die Umstiegsquote mit 8,9 Prozent mehr als 60 Prozent über dem Durchschnitt des Vorjahres. Inwieweit die hohe Umstiegsquote auch auf die gestiegenen Spritpreise zurückzuführen ist, wurde nicht erhoben.

Auffällig stark fällt die Entwicklung bei jüngeren Autofahrern aus. Unter den unter 40-Jährigen stiegen die Wechsel auf Elektroautos im März gegenüber dem Gesamtjahr 2025 um 95 Prozent. Die Umstiegsquote kletterte damit von 4,0 auf 7,8 Prozent nahezu auf das Doppelte. Auch andere Gruppen, die als besonders preissensibel gelten, reagierten deutlich auf die neue Förderung. So lag das Plus bei Mietern bei 86 Prozent. Selbst unter Autofahrern ohne eigene Garage oder Carport stiegen die Wechsel auf Stromer um 75 Prozent.

Hinweise darauf, dass der sprunghafte Anstieg maßgeblich auf die neue staatliche Förderung zurück gehe. liefert eine begleitende repräsentative Umfrage, die gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführt wurde. Demnach erklärten 18 Prozent der befragten Führerscheinbesitzer, die neue Förderung habe direkte Auswirkungen auf ihre persönlichen Kaufüberlegungen. Elf Prozent gaben an, dadurch erstmals grundsätzlich über die Anschaffung eines Elektroautos nachzudenken. Weitere sieben Prozent wollen eine ohnehin geplante Anschaffung nun vorziehen.

Große Resonanz bei Familien

Besonders stark ist die Resonanz erneut bei jüngeren Menschen und Familien. Unter den unter 40-Jährigen äußerten sich 31 Prozent positiv zur neuen Förderung – fast dreimal so viele wie bei älteren Autofahrern. Auch Eltern minderjähriger Kinder reagierten mit 32 Prozent deutlich häufiger positiv als Menschen ohne minderjährige Kinder im Haushalt. In beiden Gruppen wird laut Umfrage dreimal häufiger als bisher geplant, ein Elektroauto früher anzuschaffen.

Von der Entwicklung profitieren derzeit vor allem preisgünstigere Modelle. Nach Beobachtung der HUK-Coburg stehen insbesondere günstigere Elektro-Neuwagen ausländischer Hersteller im Fokus der Käufer. Gleichzeitig zeigt sich aber auch eine Schwäche des aktuellen Fördersystems: Der Gebrauchtwagenmarkt bleibt bislang außen vor, dabei böte gerade dieser Bereich Wachstumspotenzial.

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