Umstieg aufs Elektroauto zahlt sich finanziell aus

Analyse von Greenpeace

Umstieg aufs Elektroauto zahlt sich finanziell aus
In Kombination aus Reichweite und Kaufpreis kommt der VW ID.3 auf Platz 1 © VW

Wer sich ein Elektroauto zulegt, der schont nicht nur die Umwelt, sondern auch seine Finanzen. So kann der Umstieg auf ein E-Auto monatlich einige Hundert Euro sparen.

Wie aus einer Analyse der Umweltschutzorganisation Greenpeace hervorgeht, kann derjenige beispielsweise monatlich etwa 180 Euro sparen, der sich statt für einen VW Golf 2.0 TSI für ein vergleichbares Elektroauto wie den ID.3 entscheidet, teilte Greenpeace am Donnerstag mit. Noch höher fällt die Ersparnis mit Blick auf einen VW Tiguan 2.0 TDI aus: hier sind es monatlich sogar rund 290 Euro.


Bei seiner Analyse hat Greenpeace nach eigenen Angaben bereits die jüngsten Entlastungen der Bundesregierung auf die Energiepreise berücksichtigt.

Saubere Lösungen sparen Geld

Wie die Umweltschutzorganisation weiter mitteilte, wären die Einsparungen bei der Entscheidung für ein E-Modell ohne die auf drei Monate befristeten Steuersenkungen auf Kraftstoffe sogar noch höher. “Wer heute noch einen Verbrenner kauft, kettet Deutschland weiter an Öllieferanten wie Russland und ignoriert, dass sich mit sauberen Lösungen viel Geld sparen lässt”, sagt Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan.

Wie er hinzufügte, sollte niemand davon ausgehen, dass die Spritpreise nach dem Ukraine-Krieg deutlich sinken. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für den Ausstieg aus dem klimaschädlichen Verbrenner – für die EU und für jeden einzelnen.”

Familien entlasten

Greenpeace hat für seine Analyse auf Basis von ADAC-Daten sowie aus Angaben aus der vom Bundesverkehrsministerium beauftragten Erhebung „Mobilität in Deutschland“ die Gesamtkosten unterschiedlicher Mobilitätsoptionen für verschiedene Haushaltsgrößen herangezogen. “Wer nicht vollständig auf das Auto verzichten will oder kann, fährt mit einem Elektroauto oder der Kombination aus Rad, Bahn und gelegentlichem Carsharing günstiger als mit einem neuen Benziner oder Diesel”, so Stephan.

Grundsätzlich regt Greenpeace zur Nutzung von Rad, ÖPNV und der Bahn. Diese Wahl könnte für Alleinstehende einen Preisvorteil von bis zu 700 Euro bedeuten, sofern sie auf den Kauf eines Verbrenners verzichten. Die Umweltschützer weisen indes darauf hin, dass Familien mit zwei Kindern über 14 Jahren – sie müssen im ÖPNV und der Bahn den vollen Preis entrichten – ein neuer Verbrenner oder ein Elektroauto in den meisten Fällen kostengünstiger seien. Deshalb fordert Greenpeace zur Entlastung der Familie einen kostenlosen Nahverkehr für Kinder und Jugendliche.

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