Genesis Magma GT: Studie als Vorbote eines Serienmodells

Concept in Le Mans präsentiert

Genesis Magma GT: Studie als Vorbote eines Serienmodells
Noch eine Studie: das Genesis Magma GT Concept © SP-X/Westerhoff

Genesis zeigt in Le Mans mit dem Magma GT eine Sportwagen-Studie. Sie könnte der Vorbote eines Serienmodells für die Straße sein.

Der koreanische Autohersteller Genesis bereitet offenbar seinen Einstieg in das Segment der Supersportwagen vor. Am Rande des prestigeträchtigen 24-Stunden-Rennens in Le Mans, bei dem die Luxusmarke des Hyundai-Konzerns erstmals in der Top-Kategorie an den Start geht, präsentiert sie das Magma GT Concept. Offiziell handelt es sich bei dem zweisitzigen Luxus-Grand-Tourer zwar derzeit nur um eine reine Studie, die Chancen auf eine tatsächliche Serienfertigung für die Straße scheinen jedoch realistisch zu sein.

Der wichtigste Grund dafür ist die parallel vorgestellte Rennversion Magma GT3 Concept. Mit ihr könnte Genesis sein Engagement im globalen Motorsport weiter ausbauen und in den profitablen Kundensport einsteigen. Da das GT3-Reglement zwingend ein straßenzugelassenes Basismodell vorschreibt, dürfte der nun gezeigte Magma GT zumindest in einer exklusiven Kleinserie gefertigt werden. Das wäre nötig, um erforderliche Homologationsbasis für den GT3-Rennwagen zu schaffen.

Studien mehr als Zukunftsmusik

Für eine tatsächliche Umsetzung spricht zudem der optische und technische Eindruck vor Ort: Beide Autos – sowohl die Straßen- als auch die GT3-Variante – wirken bereits sehr weit fortgeschritten und keineswegs wie Zukunftsmusik. Das Magma GT Concept zeigt klassische Sportwagen-Attribute. Es verfügt über eine tiefliegende Frontpartie, markant breite Kotflügel sowie dynamische Mittelmotor-Proportionen. Ein besonderer Blickfang sind die auffälligen Flügeltüren, die den spektakulären Auftritt des Sportwagens prägen.

Eine Serienfertigung ist wahrscheinlich: das Concept des Genesis Magma GT. Foto: SP-X/Westerhoff

Auch im Innenraum wagt die Marke einen Spagat und verbindet laut eigenen Angaben modernen Luxus mit puristischem Rennsport-Flair. Das fahrerorientierte Twin-Cockpit-Layout setzt auf haptische, taktile Bedienelemente. Im Mittelpunkt des Cockpits steht ein klassischer, analoger Drehzahlmesser, der einen Kontrast zu den üblichen digitalen Bildschirmlandschaften bildet.

Als mögliche Motorisierung könnte Genesis seinen derzeit stärksten Serienmotor weiterentwickeln. Dabei handelt es sich um einen 3,5-Liter-V6-Benzinmotor mit elektrischem Verdichter. Er leistet derzeit 305 kW/415 PS und verfügt über 549 Newtonmeter Drehmoment. Durch das nahezu verzögerungsfreie Ansprechverhalten des E-Verdichters wäre er ein denkbarer Basisantrieb für einen straßenzugelassenen Mittelmotor-Sportwagen. (SP-X)

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