Geely und Ford bauen gemeinsam Autos in Valencia

Enge Kooperation geplant

Geely und Ford bauen gemeinsam Autos in Valencia
Die Ford-Manager Daniel Ruiz, Jim Baumbick und die Geely-Vertreter Victor Yang und Alex Nan im Werk in Valencia. © Geely

Die beiden Autobauer Ford und Geely gehen ein Joint Venture ein. Im spanischen Werk des Autobauers in Valencia werden fünf neue Modelle mit alternativen Antrieben gebaut.

Der US-Autobauer Ford und der chinesische Geely-Konzern haben die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens bekannt gegeben. Wie beide Autobauer am Donnerstag mitteilten, ist geplant, im spanischen Werk von Ford in Valencia insgesamt fünf neue Modelle mit unterschiedlichen Antriebstechnologien wie Hybrid und Elektro zu bauen. Ford soll an der neuen Firma 66 Prozent halten, Geely 34 Prozent.

Die in Valencia produzierten Fahrzeuge seien dabei auf die Bedürfnisse europäischer Kundinnen und Kunden ausgerichtet. Geely stärkt mit diesem geplanten Joint Venture seine Marktposition und will dadurch seine Expansion in europa weiter beschleunigen. Ford sorgt mit diesem Joint Venture für eine bessere Auslastung seiner Produktionsstätte und eine Kostensenkung. Vorbehaltlich der Erteilung der behördlichen Genehmigungen soll der Geschäftsbetrieb in der ersten Hälfte des Jahres 2027 aufgenommen werden. Die ersten Fahrzeuge sollen ab 2028 vom Band laufen. Die Jahreskapazität des Werks liegt bei rund 500.000 Fahrzeugen. Wie beide Partner mitteilten, soll Valencia zu einem „Hightech-Produktionsstandort“ entwickelt werden.

Geely plant zwei New-Energy-Vehicle

Geely will in Valencia zwei New-Energy-Modelle (Hybrid/Elektro) produzieren. Eines davon soll bereits 2028 gebaut werden. Mit diesem Joint Venture umgeht Geely nicht nur Strafzölle für in China produzierte Fahrzeuge, sondern beschleunigt damit seine Wachstumsstrategie. Geely Auto konnte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 474.228 Fahrzeuge außerhalb Chinas verkaufen, ein Zuwachs von 158 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit zählt Geely Auto zu den am schnellsten wachsenden chinesischen Automobilmarken weltweit.

„Diese strategische Zusammenarbeit mit Ford ist ein wichtiger Schritt hin zu einer offenen und für beide Seiten erfolgreichen Partnerschaft. Sie stellt einen bedeutenden Meilenstein in der globalen Entwicklung von Geely Auto dar und wird unsere Präsenz in Europa weiter stärken“, sagte Alex Nan, Vice President der Geely Auto Group. Wie Ford-Europachef Jim Baumbick sagte, würden seit „fast 50 Jahren in Valencia einige der beliebtesten Fahrzeuge unserer Unternehmensgeschichte gebaut“. Dazu gehört beispielsweise der Ford Kuga, die Eruopavariante des Bronco soll ebenso in Valencia gefertigt werden. Durch das Joint Venture mit Geely Auto schaffe man nun ein flexibles und wettbewerbsfähiges Produktionssystem, so der Manager weiter und fügte hinzu: „Zusammen können wir ein hervorragendes Werk mit einer exzellenten Belegschaft optimal auslasten und neue Maßstäbe bei den Produktionskosten setzen. Dies ist Teil unserer Vision.“

Ford und Geely sind bereits seit 2010 geschäftlich verbunden, als die US-Amerikaner Volvo Cars an die Chinesen verkauften.

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