Gebrauchtwagenkauf basiert auch auf Vertrauen. Doch das sollte Käufer nicht hindern, dass Fahrzeug auch gründlich zu checken, beispielsweise durch Analyse des Fehlersspeichers.
Bevor Interessenten eines Fahrzeugs aus Vorbesitz einen Kaufvertrag unterschreiben, ist es ratsam, das Wunschauto genau unter die Lupe zu nehmen und es sachkundig prüfen zu lassen. Viele relevante Informationen zu einem Gebrauchtwagen stehen bereits in den Fahrzeugpapieren oder liegen in den Steuergeräten.
Der TÜV Nord rät, diese systematisch zu prüfen und zusätzlich digital auslesen zu lassen, um sich vor bösen Überraschungen zu feien.
Nicht nur Unterlagen prüfen
Zum Check gehören vollständige Unterlagen: Serviceheft, Wartungsnachweise, HU-Berichte und Zulassungsbescheinigungen I und II. Ein Abgleich der Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) und ein Blick auf die Zahl der Vorbesitzer geben Aufschluss über die Historie. Eine ausführliche Probefahrt sollte ebenso erfolgen. Eine kostenlose Checkliste vom TÜV Nord unterstützt bei einer systematischen Vorgehensweise und listet die wichtigsten Punkte auf.
Ergänzend zur Sichtprüfung bietet der TÜV Nord Privatkunden die Möglichkeit, relevante Fahrzeugdaten auszulesen und zu bewerten. Dazu zählen die Plausibilitätsprüfung des Kilometerstands, die Analyse des Fehlerspeichers, der Batterie-Check bei Elektrofahrzeugen sowie die datenschutzkonforme Datenbereinigung vor einem Verkauf. Alternativ lässt sich die Prüfung auch über die App des Datenspezialisten Carly mit dem passenden OBD-Adapter vornehmen. (SP-X)


