Von Dach- bis Heckträger: Tipps für den Fahrradtransport

Von Dach- bis Heckträger: Tipps für den Fahrradtransport
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Fahrräder mit dem Pkw zu transportieren. © Rameder

Fahrradfahren erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Doch wie transportiere ich das Rad mit dem Auto am besten?

Klar, man kann auch die Deutsche Bahn nehmen, um ein Fahrrad zu transportieren. Doch meist steht im Fernverkehr nur eine begrenzte Zahl von Fahrradstellplätzen zur Verfügung – und das Auto ist nach wie vor für den Fahrradtransport das beliebteste Transportmittel.


Wer sein Fahrrad mit in den Urlaub oder zu einem weit entfernten Ausflugsziel mitnehmen will, muss es in, ans oder aufs Fahrzeug bringen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Heckträger meist für zwei Räder

Eine Möglichkeit zum Fahrradtransport sind Heckträger. Die meisten sind für zwei Bikes ausgelegt, es gibt aber auch Varianten für mehr Räder. Die Velos lassen sich hier meist leicht fixieren, der Luftwiderstand steigt nur geringfügig. Allerdings sind die Systeme vergleichsweise teuer.

Am häufigsten zu finden sind Heckträger zur Montage auf der Anhängerkupplung. Wer sich für eine solche Variante entscheidet, sollte die Stützlast im Auge behalten. Nachteilig sind ein nach hinten unübersichtlicheres und zudem längeres Fahrzeug und die schlechtere Erreichbarkeit des Kofferraums. Viele Träger bieten deshalb eine Wegklappfunktion, die den Zugang zum Kofferraum grundsätzlich ermöglicht.

Bei Heckträger Montage beachten

Wer den Hecktransport bevorzugt, aber keine Anhängerkupplung hat, kann Träger auch an der Heckklappe festmachen – das geht allerdings nicht bei allen Fahrzeugen. Vor der Anschaffung sollte man unbedingt die Bedienungsanleitung beachten. Bei ungeschickter Montage drohen Kratzer am Lack. Stärkere Windgeräusche und ein oft komplizierter Kofferraumzugang sind weitere Nachteile.

Beim Transport der zumeist schwereren E-Bikes muss man ein paar Besonderheiten berücksichtigen. Bereits mit zwei Pedelecs erreicht man schnell 50 Kilogramm oder mehr. Daher sollte man darauf achten, die Stützlast der Kupplung nicht zu überschreiten. Neben den Fahrrädern selbst muss man für die Berechnung der Last auch das Gewicht des Trägers mit einberechnen.

Auf Abmessungen achten

Darüber hinaus sollten grundsätzlich auch die Belastungsgrenzen des Trägers beachtet werden. Mittlerweile werden eine Reihe speziell für den Transport von E-Bikes ausgelegte Fahrradträger angeboten. Die Akkus sollte man aus Gewichts- und Sicherheitsgründen im Fahrzeuginnenraum transportieren; am besten werden sie in gepolsterten Hüllen oder Transportkartons aufbewahrt.

Wer mit Fahrradheckträger und entsprechender Fracht unterwegs ist, sollte stets die größeren Abmessungen berücksichtigen. Vor allem beim Rangieren können Längen- und Breitenzuwachs Probleme bereiten. In manchen Situationen kann es hilfreich sein, wenn der Beifahrer von außen in eine Parklücke einweist. Speziell bei Reisen ins Ausland kann für einen Fahrradheckträger die Montage einer rot-weißen Warntafel nötig sein.

Dachtransport benötigt Reling

Fahrräder lassen sich aber auch auf dem Dach oder im Kofferraum transportieren. Dachfahrradträger setzten eine Dachreling voraus. Zudem ist relativ viel Kraft bei der Montage und der Bestückung mit den Rädern von Nöten. Größter Vorteil ist die hohe Ladekapazität von bis zu vier Rädern. Grundsätzlich muss man beim Dachtransport darauf achten, die Dachlast inklusive Trägersystem nicht zu überschreiten. Die Aerodynamik des Pkw verschlechtert sich bei dieser Lösung deutlich, was für einen Anstieg beim Spritverbrauch sorgt. Der Fahrer muss zudem die veränderte Fahrzeughöhe berücksichtigen.

Sind die Velos im Kofferraum untergebracht, fallen diese Beschränkungen nicht an. Kombis, Vans oder SUV eignen sich oft, um Räder im Gepäckteil mitzunehmen. Dazu muss meistens das Vorderrad demontiert werden.

Es gibt im Zubehör spezielle Befestigungssysteme, die es erlauben, bis zu drei Räder nebeneinander aufrechtstehend und sicher fixiert unterzubringen. Der Vorteil: Fürs Einladen bleibt der Kraftaufwand gering, zudem wird die Fahrzeugaerodynamik nicht negativ beeinflusst. Darüber hinaus sind die Räder vor Wind, Wetter und Diebstahl geschützt. Allerdings müssen in der Regel die Rücksitze umgeklappt werden und sind somit für Passagiere nicht mehr nutzbar. Auch für Gepäck bleibt nur noch wenig Platz. Insofern ist diese Lösung vor allem für Singles oder Paare interessant. (SP-X)

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