Mercedes T-Klasse: Neues Glück mit neuem Buchstaben

Mercedes T-Klasse: Neues Glück mit neuem Buchstaben
Den Mercedes Citan gibt es nun auch als Familienauto - unter dem Namen T-Klasse. © Mercedes

Nun gibt es bei Mercedes auch die T-Klasse. Für den neuen Hochdachkombi soll das T als Namenskürzel neues Glück versprechen.

Die T-Klasse ist quasi eine komfortable Familienvariante des Lieferwagens Citan. Die Preise beginnen bei 29.300 Euro. Für diesen Einstiegspreis bekommt man den T 160, einen Turbo-Benziner mit 102 PS. Der etwas stärkere Benziner heißt T 180 und leistet 131 PS. Auch zwei Diesel sind zum Marktstart im Angebot, mit 95 PS und 116 PS.


Bei der Benziner-Basismotorisierung ist das manuelle Sechsgangschaltgetriebe gesetzt, die drei anderen Motorisierungen können auch wahlweise mit Siebengangautomatik bestellt werden. Der Aufpreis hierfür beträgt jeweils rund 2.600 Euro. Das Schwestermodell Renault Kangoo spendiert hier die Antriebe für den Daimler, die dann ebenfalls in dem dritten Verwandten, dem Nissan Townstar, verwendet werden. Bestellt werden kann die neue T-Klasse ab sofort, die voraussichtliche Auslieferung startet ab Juli 2022.

Bisher nur eine Karosserievariante

Die neue Mercedes-Benz T-Klasse bietet einen ansprechenden Innenraum. Foto: Mercedes

Vorerst ist nur eine kurze Karosserievariante mit einer Gesamtlänge von 4,50 Meter, einem Radstand von 2,72 Meter und fünf Sitzplätzen zu haben. Später im Jahr folgt noch eine 40 Zentimeter längere Version, dann mit wahlweise fünf oder sieben Sitzen. Bereits in der Fünfsitzer-Variante können bis zu vier Kindersitze montiert werden, davon drei nebeneinander in der zweiten Sitzreihe, die beiden äußeren Kindersitze können mit der Isofix-Verankerung befestigt werden.

Der Beifahrerairbag schaltet bei einem vorn rechts montierten Kindersitz aus Sicherheitsgründen automatisch ab, eine in die Sitzfläche integrierte Matte erkennt den Kindersitz anhand der Gewichtsverteilung. Die beiden großen Schiebetüren, geöffnet bieten sie 61,4 cm in der Breite und 106 cm in der Höhe, sind für alle Versionen serienmäßig, allerdings kosten die elektrischen Fensterheber Aufpreis.

Renault leistete Hauptentwicklungsarbeit

Premium-Small-Van nennt Mercedes seine neueste Kreation, auch wenn die Hauptentwicklungsarbeit vom französischen Kooperationspartner Renault stammt. Damit die verwöhnten Mercedes-Kunden den gewohnten und erwarteten Komfort auch hier erfahren können, waren die Ingenieure aus Stuttgart von Anfang an bei der Entwicklung vor Ort, haben sich vor allem für ein optimiertes Fahrwerk entschieden. Auch die Optik von Front und Heck sind Mercedes-eigen, man erkennt die schwäbische Gründlichkeit bei der Verarbeitung.

Zehn Lackfarben, davon sechs Metalliclackierungen sind wählbar. Die äußerst edel, wirkende Farbe Rubellirot metallic ist ein echtes Highlight, wird in dem Segment auch exklusiv für die T-Klasse angeboten. Auf dem Dach befindet sich ein weiterer Clou, die variable Dachreling, die sich per Knopfdruck und dann mit wenigen Handgriffen zu einem Dachträger mit 80 Kilogramm Traglast verwandeln lässt.

Auch im großzügigen Innenraum ist nicht alles von Renault, zahlreiche Bedienelemente kennen wir aus den unterschiedlichsten Mercedes-Baureihen, so auch das Multifunktionslenkrad mit den Touch-Control-Buttons. Die Ausstattungslinien „Basis“ und „Style“ bieten zahlreiche Komfortausstattungen. Richtig premium ist dann die höchste Ausstattungslinie „Progressive“, mit Lederoptik und doppelten Ziernähten, Chromapplikationen und hochglänzenden Zierleisten. Auch das MBUX-Infotainmentsystem und die elektrische Parkbremse sind inklusive. Selbst die Oberfläche des Armaturenbretts fasst sich angenehm an, verwöhnt geradezu die Fingerspitzen, kein Vergleich zum kommerziellen Bruder Citan.

Gutes Automatikgetriebe

Die neue Mercedes-Benz T-Klasse richtet sich an Familien. Foto: Mercedes

Bei unseren Testfahrten konnten wir jeweils die größeren Motorisierungen von Benziner und Diesel erfahren. Das Automatikgetriebe schaltet seidenweich und bei kurvenreichen Landstraßen kommt trotz des komfortabel abgestimmten Fahrwerks so etwas wie Fahrspaß auf. Trotzdem konnten die werkseitig angegebenen Verbrauchswerte von 6,7 Litern bei den Benzinern und rund 5,5 Litern bei den Dieseln in etwa erreicht werden. Dank des variablen Kofferraumvolumens mit der umklappbaren Rücksitzbank, von 520 auf bis zu 2.127 Liter erweiterbar, ist neben der Familientauglichkeit auch Platz für jede Menge großvolumiger Freizeitaktivitäten.

Fazit: Mercedes ist mit der T-Klasse ein preiswerter Einstieg in die Welt des Sterns gelungen. Und wer jetzt nach einer reinelektrischen T-Klasse fragt, muss sich nur noch ein paar Monate gedulden, dann kommt der EQT.

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