Mit Leichtbau und Effizienz will FacteurDix eine Alternative zum klassischen E-Auto bieten. Eine Kleinserie könnte 2028 starten.
Die französischen Ingenieure Marc Guillemaud und Augustin Roulleaux Dugage haben mit dem Line das erste Modell ihres 2024 gegründeten Start-ups FacteurDix präsentiert. Das als L5e-Dreirad konzipierte Leichtbau-Fahrzeug ist ein Zweisitzer, der als effiziente Alternative zum klassischen Auto gedacht ist. Der Marktstart liegt allerdings noch einige Jahre in der Zukunft: Für 2026 ist zunächst eine Art Realitätscheck geplant, eine Kleinserie könnte 2028 folgen, die Serienproduktion ab 2030 anlaufen. Der avisierte Preis liegt bei rund 30.000 Euro.
Geboten werden soll dafür ein rund 3,90 Meter kurzer, aerodynamisch optimierter Flügeltürer, der vorn auf zwei weit auseinanderliegenden Rädern und hinten auf einer schmalen, zweirädrigen Achse rollt. Das Fahrzeug soll unter 500 Kilogramm wiegen. Als Antrieb sind zwei Radnabenmotoren mit jeweils 25 kW (34 PS) an der Hinterachse vorgesehen, die eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 165 km/h ermöglichen sollen. Im Vordergrund steht jedoch nicht die Leistung, sondern die Effizienz: Mit einem Verbrauch von lediglich 4 kWh pro 100 Kilometer verspricht der Line einen besonders sparsamen Betrieb. Die prognostizierte Reichweite von 500 Kilometern lässt einen Akku mit rund 20 kWh vermuten.
Carbon-Karosserie mit Crashbox
Im Gegensatz zu vielen aktuell erhältlichen Leichtfahrzeugen soll der Line auch in puncto Sicherheit überzeugen. Die Karosserie aus carbonfaserverstärktem Kunststoff soll unter anderem über eine Crashbox und Seitenaufprallzonen verfügen. Auch Frontairbags, ABS, ESP sowie Komfortmerkmale wie Klimaanlage und Infotainmentsystem stehen auf der Wunschliste.
Ökologisch wie konzeptionell erinnert das Projekt an den VW XL1 – ein Fahrzeug, das einst als Effizienz-Ikone galt. Ganz chancenlos ist das ambitionierte Vorhaben von FacteurDix nicht: In der Welt der Leichtbau-Stromer sind Entwicklungs- und Investitionsaufwand vergleichsweise überschaubar – und damit die Hürden für Start-ups deutlich geringer als im klassischen Automobilbau. (SP-X)

