Europcar ortet jahrelang Mietwagen

Bußgeld über 54.000 Euro

Europcar ortet jahrelang Mietwagen
Europcar-Geschäftsführer Roland Keppler © dpa

Europcar hat seit 2004 alle 48 Stunden ihre vermieteten Wagen per GPS geortet. Die Fahrer wurden darüber nicht informiert.

Der Autovermieter Europcar hat einen Teil seiner Flotte ohne Wissen der Kunden per Navigationssystem GPS orten lassen. Dafür muss das Unternehmen 54.000 Euro Bußgeld zahlen, wie der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz Johannes Caspar am Dienstag mitteilte.

1300 Autos mit Ortungssystemen unterwegs

Die Firma mit Sitz in Hamburg hatte 1300 hochwertigen Fahrzeugen Ortungssysteme eingebaut, um nach eigenen Angaben Diebstähle leichter aufklären zu können. Außerdem sollte kontrolliert werden, ob sich der Mieter noch im vereinbarten Gebiet befindet. Neben dem Standort wurden Datum, Zeit und auch die Geschwindigkeit der Autos festgehalten.

Für die Ortung war seit 2004 eine Firma in Schleswig-Holstein zuständig. Dort ergaben die Ermittlungen, dass auch ohne Anlass zusätzlich alle 48 Stunden eine Ortung der teuren Wagen erfolgte. Das war nach Angaben der Datenschutz-Behörde nicht erlaubt, weil die Fahrer davon nichts wussten. Mittlerweile hat Europcar den Angaben zufolge die regelmäßige Ortung alle 48 Stunden ganz abgestellt. Eine Sprecherin erklärte, das Unternehmen werde das Bußgeld umgehend zahlen.

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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