Europas Automarkt konnte im Juli deutlich zulegen. Im bisherigen Jahresverlauf steht nach sieben Monaten jedoch ein kleines Minus. Vor allem Elektroautos sind stark nachgefragt.
Der europäische Automarkt erlebte im Juli bei den Pkw-Neuzulassungen einen Anstieg von 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie der europäische Herstellerverband ACEA am Donnerstag mitteilte.
Insgesamt wurden im Vormonat 914.680 Fahrzeuge neu zugelassen. Nach den ersten sieben Monaten des Jahres liegt der Rückgang mit 6,49 Millionen Einheiten allerdings bei 0,7 Prozent.
E-Autos mit starkem Zuwachs
Wie auch in Deutschland legen die Neuzulassungen bei den Elektroautos stark zu. Mit 142.699 Neuzulassungen entspricht das Wachstum einem Plus von 39 Prozent. Damit kletterten die Verkaufszahlen nach sieben Monaten über die Millionen-Marke, der Marktanteil der sogenannten batterie-elektrischen Fahrzeuge (BEV) im laufenden Jahr betrug 15,6 Prozent. Im Juli des Vorjahres hatte der E-Anteil noch bei gerade einmal 12,5 Prozent gelegen. In Deutschland lag im Juli der Zulassungsanteil mit 48.614 Fahrzeugen bei einem Plus von 58 Prozent, der Marktanteil bei 18,4 Prozent.
Die Nachfrage nach E-Autos ist dabei vor allem in drei Märkten besonders stark ausgeprägt, die allein mehr als 60 Prozent aller abgesetzten Stromer auf sich vereinigen. Deutschland kommt per Juli auf ein Plus von 38.4 Prozent, Belgien auf einen Zuwachs von 17.6 Prozent und die Niederlande kommen auf einen Zuwachs von 6,5 Prozent.
Die Zahl der Fahrzeuge mit Hybridantrieb kommen auf einen Marktanteil von rund 35 Prozent. Sie sind damit der am meisten nachgefragte Antrieb. Plug-in-Hybride haben einen Anteil von 8,6 Prozent an den Neuzulassungen. Im bisherigen Jahresverlauf kommt dieser Antrieb auf 561.190 Einheiten, wobei es ein besonders starkes Wachstum in Spanien (+94.5 Prozent), Deutschland (+ 59.2 Prozent) und Italien (+60.3 Prozent) gab.




