Europas Automarkt ist mit einem Zulassungsminus ins neue Jahr gestartet. Dafür legten Elektroautos und Plug-in-Hybride deutlich zu.
Der Automarkt in der Europäischen Union musste mit einem Verlust bei den Zulassungen ins neue Jahr starten. Im Januar wurden 799.625 Pkw neu zugelassen und damit 3,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der europäische Herstellerverband Acea am Dienstag in Brüssel mitteilte. Gefragt waren hingegen Elektroautos.
Die Neuanmeldungen von Vollelektroautos mit reinem Batterieantrieb (BEV – Battery Electric Vehicles) stiegen um 24,2 Prozent auf 154.230 Autos. Ihr Marktanteil stieg auf 19,3 Prozent. Wachstumstreiber waren Frankreich mit einem Plus von 52,1 Prozent sowie Deutschland mit 23,8 Prozent. In Belgien hingegen brachen die E-Auto-Neuzulassungen um 11,5 Prozent ein, in den Niederlanden sogar um 35,4 Prozent – und damit stärker als der Gesamtmarkt.
PHEV auch verstärkt nachgefragt
Die aufladbaren Mischantriebe, sogenannte Plug-in-Hybrids, waren auch stark gefragt. Die Zulassungen nicht aufladbarer Hybridautos legten um 6,2 Prozent auf 308.364 Pkw zu. Darin sind nicht nur solche Autos enthalten, die einen eigenen, voll antriebsfähigen Elektromotor haben, sondern auch sogenannte Mild-Hybride. Diese haben nur unterstützende Elektromotoren, um damit den Spritverbrauch zu senken.
Trotz des Anstiegs bei Elektroautos kam der US-Elektroautopionier Tesla nicht vom Fleck: Die Neuanmeldungen gingen nach den jüngsten Einbrüchen um 1,6 Prozent auf 7187 Autos zurück. Der Volkswagen-Konzern behielt im Januar seine Marktführerschaft in der EU mit einem Anmeldeminus von 3,7 Prozent auf 219.708. Bei der VW-Tochter Porsche AG war der Rückgang mit 14,6 Prozent besonders stark.
Stellantis und Renault folgten dem Wolfsburger Konzern auf den Plätzen. Von Autos des BMW-Konzerns wurden im ersten Jahresmonat 3,3 Prozent weniger angemeldet, vom schwäbischen Rivalen Mercedes-Benz hingegen vier Prozent mehr. (dpa)
