Elterntaxis: Ärgernis vor vielen Grundschulen

Elterntaxis: Ärgernis vor vielen Grundschulen
Autofahrer sollten verstärkt auf radfahrende Schulkinder achten. © dpa

Vor vielen Grundschulen wird es morgens eng: Eltern wünschen sich weniger Autoverkehr, fahren ihre Kinder aber trotzdem häufig bis vor die Tür.

Viele Eltern wünschen sich weniger Autoverkehr vor Grundschulen – bringen ihre Kinder aber dennoch regelmäßig selbst mit dem Wagen. Rund jedes vierte Grundschulkind wird in der ersten und zweiten Klasse regelmäßig zur Schule gefahren und wieder abgeholt.

Gleichzeitig halten 61 Prozent der Eltern das Verkehrsaufkommen durch Elterntaxis vor Schulen für zu hoch, wie aus einer Umfrage der ADAC-Stiftung hervorgeht.

Fußweg als Alternative

Die wichtigste Alternative zum Auto sind bei den Fünf- bis Siebenjährigen die eigenen Beine: 58 Prozent der Kinder gehen an mindestens drei Tagen pro Woche zu Fuß zur Schule. 12 Prozent nutzen regelmäßig das Fahrrad, 6 Prozent den Tretroller. Bei den Eltern, die ihre Kinder regelmäßig mit dem Auto bringen, sehen zwei Drittel keine praktikable Alternative. Als Gründe nennen 37 Prozent Anschlusstermine der Kinder, 31 Prozent schlechtes Wetter und 27 Prozent die Möglichkeit, die Fahrt mit dem eigenen Arbeitsweg oder Erledigungen zu verbinden. Für 18 Prozent spielt die Zeitersparnis für das Kind eine Rolle.

Die ADAC-Stiftung rät dazu, den Schulweg möglichst zu Fuß, mit dem Roller oder Fahrrad zurückzulegen und die Strecke vor der Einschulung gemeinsam zu üben. Zugleich seien Kommunen und Schulträger gefragt. Als mögliche Maßnahmen nennt die Stiftung Halte- und Wartezonen abseits der Schuleingänge, bessere Geh- und Radwege, Schülerlotsen sowie bei Bedarf Halteverbote unmittelbar vor Schulen.

An weiterführenden Schulen verliert das Elterntaxi deutlich an Bedeutung. Dort werden laut Umfrage noch 9 Prozent der Kinder gefahren, während 22 Prozent das Fahrrad nutzen. 52 Prozent legen zumindest einen Teil des Schulwegs zu Fuß zurück. (SP-X)

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